Zentralschule Harrislee : Vom Fußboden bis zum W-Lan

Freude über das interaktive Activeboard und ganze Klassensätze an Laptops: (von links) Bürgervorsteher Karl H. Rathje, Schulleiter Jürgen Bethge, Bürgermeister Martin Ellermann.
Freude über das interaktive Activeboard und ganze Klassensätze an Laptops: (von links) Bürgervorsteher Karl H. Rathje, Schulleiter Jürgen Bethge, Bürgermeister Martin Ellermann.

Zentralschule will sich baulich, technisch, pädagogisch weiterentwickeln – Arbeitsgruppe nimmt jetzt ihre Arbeit auf

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01. Februar 2018, 07:35 Uhr

2017 ist die Zentralschule zu einer der 20 besten Schulen Deutschlands gekürt worden. Jetzt steht die weitere Entwicklung der Schule an: „Bei uns tritt eine Wende ein“, sagt Schulleiter Jürgen Bethge. Drei Bereiche umfassten die Planungen. Dank der guten Zusammenarbeit mit der Gemeinde als Schulträger, nachdem die Klassenräume der Gemeinschaftsschule instand gesetzt wurden, soll es noch in diesem Jahr losgehen mit der umfassenden Neugestaltung von acht Grundschulklassen – vom Fußboden bis zum digitalen Standard.

Im Herbst hat die Zentralschule einen Glasfaseranschluss erhalten: „Wir können uns jetzt rasend schnell im Internet bewegen. Technisch wird aufgerüstet, sodass dann alle Klassenräume über W-Lan verfügen“, erklärt Mario Müller, Koordinator der Gemeinschaftsschule und Fachleiter für Informatik: „Dadurch ergeben sich pädagogisch neue Möglichkeiten.“ Schulleiter Bethge erläutert: „Es gibt 250 Laptops im Haus“, für jeden Jahrgang gebe es Laptop- und Tablet-Klassensätze. Wichtig sei die Chancengleichheit, betont Müller: „Kinder sollen nicht davon abhängig sein, dass sich ihre Eltern ein Laptop leisten können.“

Als zu den Top 20 gehörend, habe die Zentralschule auch die Möglichkeit, so Bethge, über die Robert-Bosch-Stiftung voll finanziert an einem zweijährigen Entwicklungsprogramm für exzellente Schulen teilzunehmen. Das Motto: „Wir sind gut, aber wir können noch besser werden.“ Zum Programm gehören überregionaler pädagogischer Austausch, Referentenbesuche, Coaching.

In puncto Identitätsfaktor der Schule in der Gemeinde stehe Harrislee ganz oben in Deutschland. „Hier wird eben viel gemacht für Lehrer“, lobt Bethge in Richtung Bürgermeister Martin Ellermann. Das funktioniere nicht auf Zuruf, entgegnet dieser: „Da muss auch ein gutes Konzept dahinter stehen.“ Für Interessierte zum Übergang zur weiterführenden Schule hat die Zentralschule einen Flyer entwickelt – der Titel: So finde ich die richtige Schule – Checkliste für die Auswahl einer weiterführenden Schule (www.zentralschule-harrislee.de).

Großes künftiges Thema ist die weitere Schulentwicklung. Mittels eines Schulentwicklungsplans hat die Gemeinde erfragt, wohin die Schülerzahlen bis 2041 gehen. Nach jüngsten Prognosen stehe die Zentralschule längerfristig gesichert da, erklärt Ellermann. Insbesondere im Bereich Grundschule gebe es steigende Schülerzahlen. Zurzeit besuchen über 800 Kinder und Jugendliche die Zentralschule, mehr als 200 davon – aufgrund freier Schulwahl – kommen aus der Region. Die Tendenz zeigt: Die Gemeinschaftsschule wird dreizügig, die Oberstufe einzügig bleiben. Die jetzt drei- bis vierzügige Grundschule jedoch wird vier- bis fünfzügig sein: „Das wird aus schulischer Sicht eng“, meint Jürgen Bethge.

Die Frage sei: „Wie gehen wir mit diesen Prognosen um? Wie geht es baulich weiter?“ Das heutige Raumkonzept sei aufgrund pädagogischen Anspruchs zu überdenken, ergänzt der ehemalige Schulleiter und Bürgervorsteher Karl H. Rathje. Viele Grundschüler erhöhten auch den Bedarf bei der Betreuten Grundschule. Um die Schule für die Zukunft fit zu machen, wurde eine Arbeitsgruppe aus Schulleitung, Bürgermeister, Bürgervorsteher, Verwaltung und Vertretern der drei Fraktionen gebildet, die in diesen Tagen ihre Arbeit aufnimmt. Das gesamte Schul-Sport-Freizeitzentrum, die Volkshochschule und außerschulische Angebote sollen in den Mittelpunkt gestellt werden. „Ich bin sehr gespannt und begrüße das sehr“, betont Bethge: „Auch die Elternschaft steht voll dahinter.“

Am 13. Februar um 18.30 Uhr gibt es einen Infoabend für die zukünftigen Fünftklässler der Zentralschule.

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