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Flensburger Herbstmarkt : Vom Autoscooter ins große Labyrinth

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Heute um 14 Uhr startet der Herbstmarkt auf der Exe. Wegen einer möglichen Flüchtlingsunterbringung sorgen sich die Schausteller um den Standort.

shz.de von
erstellt am 11.Sep.2015 | 07:00 Uhr

Flensburg | Aus dem „Horror-Labyrinth“ klingt leise Musik, beim „Magic Dancer“ werden die letzten Schrauben festgedreht. Die Fahrzeuge beim Autoscooter stehen noch in Reih und Glied an der hinteren Wand des Standes, doch das wird sich bald ändern. Heute beginnt der traditionelle Herbstmarkt auf der Exe. Bis zum 20. September ist er täglich von 14 bis 23 Uhr, am Schlusstag von 14 bis 22 Uhr geöffnet.

145 Fahr-, Spiel- und Verkaufsgeschäfte erwarten die Besucher in den kommenden zehn Tagen. Zum ersten Mal dabei sind das „Horror-Labyrinth“, das Gondel-Karussell „Magic Dancer“ mit einem anderen Schausteller und das Fahrgeschäft „Extasy“. Neu ist die Behinderten-Toilette, die schon zum Frühjahrsmarkt aufgestellt und laut Marktmeister Rene Lewing gut genutzt wurde.

Jürgen Köster dagegen ist ein „alter Hase“ und kommt mit seiner Schießhalle und den Zuckerwaren schon seit 43 Jahren auf die Exe. Ein Grund, warum er gerne in Flensburg ist, ist das Verständnis der Anwohner, was den Lärm und die Parksituation betrifft. Es gebe zwar auch ein paar Bürger, die ihr Auto trotz Parkverbot auf der Exe abstellen. Doch das sei eher die Minderheit.

Auch für Ludolf Fock, Präsident des Schaustellerverbands und seine Familie hat der Herbstmarkt eine lange Tradition. 1924 waren die Großeltern zum ersten Mal dort, danach begleitete er oft seine Eltern bei der Arbeit auf dem Rummel. Und nun ist Sohn Paul dabei, der vor der Eröffnung unbedingt einmal Bogen schießen möchte. „Wir machen das zusammen“, sagt sein Vater und nimmt Pfeil und Bogen in die Hand. Die beiden treffen nur knapp daneben.

Neben dem Bogenschießen sind die großen Attraktionen das große Labyrinth, bei dem die Besucher den Weg durch knallgelb-dekorierte Absperrzäune zum Turm finden müssen, und der „Breakdancer“, der die kleinen Gäste in Gondeln durcheinanderwirbelt. Auch die Rutsche im „Fluch-der-Karibik“-Design ist ein Spaß für Groß und Klein.

„Wir hoffen, dass viele Besucher kommen“, sagt Marco Lange vom Schaustellerverband. Und das zurecht, denn in den letzten Jahren kamen weniger Besucher zum Herbstmarkt auf die Exe. Köster scheint den Grund dafür zu kennen: „Die jungen Leute geben ihr Geld für andere Dinge aus, zum Beispiel für Handys“, erklärt er. „Für den Jahrmarkt ist dann nicht mehr so viel übrig.“

Sorgenfalten bereitet den Schaustellern das Thema Flüchtlingsunterbringung in Flensburg, denn die Exe könnte ein möglicher Standort für ein Containerdorf sein. Sollte das der Fall sein, steht es in den Sternen, wo der Herbstmarkt im kommenden Jahr stattfindet. Die Schausteller sind auf den Markt angewiesen.

 

 

Aktionen:

 

 

Sonntag, 13. September: Stelzenläufer

Dienstag, 15. September: „Schnibbel-Tag“ – einmal bezahlen, zweimal fahren

Donnerstag, 17. September: Familientag mit ermäßigten Preisen

 

 

 

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