Szene : Volles Haus bei Country, Rock und Soul

Ganz stark bei Stimme: Denise Petersen, Irene Obermöller und Jana Martius (v.l.).
Ganz stark bei Stimme: Denise Petersen, Irene Obermöller und Jana Martius (v.l.).

In der Imagine Bar begeisterten die Bands The Woodys, Soulution, 4rocks und Eingeflenst das Publikum

shz.de von
19. April 2014, 08:14 Uhr

Die Flensburger Musikszene lebt – und wie! Rappelvoll war es am Abend der Gründonnerstags in der Imagine-Bar im Deutschen Haus. Wieder einmal hatte der im Herbst 2011 gegründete Musiker-Stammtisch zum Flens-Live-Abend eingeladen. Und das Publikum kam reichlich, um vier lokale Bands aus unterschiedlichen stilistischen Ecken zu erleben.

Die erste Hälfte stand ganz im Zeichen der Frauen. The Woodys, eine schon etablierte Folkrock-Band aus Angeln, überzeugte mit einer großen Bandbreite von Country, Folk und Bluegrass bis hin zur Polka. Aus einem auf allen Positionen gut besetztem Septett ragte Sängerin Peggy Pahrmann hervor, die immer wieder aufhorchen ließ. Ob rockige Nummern, die viel Vokalpower erforderten, oder langsame Balladen, bei denen es eher auf Feingefühl ankam – Peggy hatte beides drauf. Silke Kocks am Akkordeon und Anja Bohm (Geige) sorgten vor der satten Backline aus Stehschlagzeug, Bass, Gitarre und Mandoline für die besonderen klanglichen (und ästhetischen) Akzente. Frenetisch forderte das Publikum diverse Zugaben.

Auf ganz andere Traditionen bezog sich die nächste, noch größere Band. Der Name „Soulution“ verriet schon, wohin die Reise gehen würde. Zur „Midnight Hour“ ging es noch relativ ruhig zu, doch bei „Knock on Wood“ wurden Tempo und Spannung angezogen. Ganz klar: Die Musiker pflegen einen sehr authentischen, schnörkellosen Soul-Sound, der sich an den Klassikern der 60er Jahre orientiert. Doch kein Zweifel: Die Sahnestücke stehen vorn am Bühnenrand. Diese drei Sängerinnen haben es wirklich drauf, sie paaren stimmliche Kraft und echtes Soulfeeling zu etwas ganz Besonderem, und notfalls röhren sie richtig schön dreckig. Ganz stark, ob in „Mustang Sally“, „Respect“ oder dem Pop-Klassiker „Son of a Preacher Man“.

Im weiteren Verlauf des Abends, den Norbert Schug vom Musiker-Stammtisch trocken und informativ moderierte, folgte das Quartett „4rocks“; auch hier war der Name Programm. Für das Finale furioso sorgte das Trio „Eingeflenst“ mit drei Musikern, die es aus drei anderen Bundesländern in den hohen Norden verschlagen hat. Das nächste Flens-Live steht schon vor der Tür: Es ist am3. Mai.

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