zur Navigation springen
Flensburger Tageblatt

22. August 2017 | 12:00 Uhr

Volle Museen in der Regenzeit

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Machen die Regengüsse den Strandurlaubern einen Strich durch die Rechnung, hüpfen die Herzen der Museumsleiter und Einzelhändler vor Freude. Jeder Regenguss spült Besucher in das Schifffahrtsmuseum, das Glücksburger Schloss und zahlreiche Geschäfte.

Einen vierstelligen Zuwachs konnte Dr. Thomas Overdick vom Schifffahrtsmuseum verzeichnen: „Im Juli hatten wir 9816 Besucher, dies sind 6669 Besucher mehr als im Juli des Vorjahres.“ Der erhebliche Zuwachs sei zum einen auf die Modellbauschau während des Dampf Rundum zurückzuführen, die allein am 11. und 12. Juli knapp 6000 Besucher ins Museum gelockt hätte. Der verregnete kalte Juli habe ebenso für den deutlichen Besucheranstieg gesorgt, aber auch die aktuelle Schau „Willst du mit mir segeln gehen?“.

Das erste Halbjahr sieht viel besser aus als 2014: Kamen bis Ende Juli 21  573 Menschen in das Haus an der Schiffbrücke, waren es 2014 nur 13  793 Personen. Damit sei sein Haus das weiterhin bestbesuchte Museum Flensburgs, sagt Overdick.

Den Museumsberg besuchten in den ersten sechs Monaten 13  500 Menschen. Bei 10  000 Besuchern im Vorjahreszeitraum verzeichnet auch dieses Haus mehr Besucher. Der Sprung in den Julimonaten ist ebenso deutlich: Waren es im Vorjahr 1500 Besucher, registrierte der Museumsberg für diesen Juli 3500 Besucher.

Einen solch rasanten Zuwachs gab es im Schloss Glücksburg zwar nicht. Doch freut sich Stiftungsleiterin Susanne Ascheron über 9568 Besucher im Juli und liegt damit fast gleichauf mit dem Schifffahrtsmuseum. Ein Jahr zuvor weist das Glücksburger Haus mit 8143 Besuchern sogar mehr als doppelt so viele wie im Schifffahrtsmuseum aus. Mit den 25  905 Besuchern im ersten Halbjahr 2015 einschließlich Juli setzt sich das Wasserschloss an die Spitze der genannten Tourismusmagneten. 2014 zählte die Stiftung im Vergleichszeitraum 23  118 Gäste. Das Haus registriert nur zahlende Museumsbesucher.

Die gute Tendenz im Juli verzeichnet auch Achim Englert von der Flensburger Phänomenta. 10  046 Gäste weist das Haus für den Sommermonat aus, 2014 waren es 5889. „Einschließlich Juli haben wir 7375 Besucher mehr als im Vorjahreszeitraum“, sagt er und hält es mit einem dänischen Kollegen: „Unser größter Konkurrent ist das Wetter.“

Der Einzelhandel träumt von derlei Zuwächsen üblicherweise. Doch spricht Ulf von Finthel, Vorstand der Interessengemeinschaft „City Flensburg“, von einem zweistelligen Plus: „Der Juni und Juli waren eine Erfolgsgeschichte. Das Wetter hat uns in die Karten gespielt.“

Monika Dürrer vom Einzelhandelsverband in Kiel sieht es ein wenig nüchterner. Die Händler in Flensburg hätten den lauen Start ein wenig ausgleichen können. Der Fachverband rechnet 2015 mit einem Umsatzplus von 1,5 Prozent (nicht preisbereinigt).

zur Startseite

von
erstellt am 19.Aug.2015 | 12:59 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen