Square-Dance : Volkstanz mit Petticoats

Der abendliche „Grand March“ mit Gastcaller Peter Junker und dem Vorsitzenden Manfred Thomsen (1. Reihe, 2. und 4. von links).
Der abendliche „Grand March“ mit Gastcaller Peter Junker und dem Vorsitzenden Manfred Thomsen (1. Reihe, 2. und 4. von links).

51 Männer und Frauen tanzten Square-Dance in Streichmühle. Der Höhepunkt der Veranstaltung war der „Grand March“.

shz.de von
13. August 2018, 14:10 Uhr

Auch wenn die Temperaturen nicht mehr so hoch wie am Wochenende davor waren, bleibt der Square-Dance aber eine schweißtreibende Angelegenheit mit viel Konzentration. Beim Tanzen müssen vier Paare, die sich im Quadrat (Square) aufgestellt haben, sofort auf den Caller (Ausrufer) reagieren und die von ihm angesagten Figuren gemeinsam ausführen.

In der voll besetzten Sporthalle Streichmühle waren 51 Tänzer von anderen Clubs mit 35 Mitgliedern der Gastgeber von den „Dancing Northstars“ zum „23. Moin-Moin-Dance“ zusammengekommen. Die weiteste Anreise lag hinter Heike Adomeit aus Unna in Nordrhein-Westfalen. Sie macht mit ihren Kindern gerade Urlaub in der Nähe von Kappeln und hatte im Internet einen Hinweis auf diese Veranstaltung gefunden. Vor einem Jahr hatte sie in ihrem Wohnort mit dem Tanzen angefangen, hatte die erforderliche Ausbildung („Class“) durchlaufen und die „Graduation“ mit den 51 Figurengruppen des „Basic Level“ (Grundstufe) bestanden.

Im Square- Dance, der nach dem Zweiten Weltkrieg mit Angehörigen der US-Truppen nach Europa kam, gibt es zehn aufeinander aufbauende Leistungsstufen mit insgesamt mehr als 700 weltweit einheitlichen Figuren oder Figurengruppen und den jeweils dazugehörigen Kommandos in englischer Sprache. Im Rhythmus der Musik wurden sie angesagt von den Vereinscallern Gesa Mühlbrandt und Bodo von Reth. Als Gastcaller sorgte Peter Junker aus Hamburg, der seit 22 Jahren in diesem Bereich tätig ist, für die richtige Stimmung. Beim „Kuddel-Muddel-Workshop“ ernteten seine Neuheiten und ungewöhnlichen Figuren viel Applaus.

Höhepunkt der Veranstaltung war am Abend der „Grand March“. Alle Teilnehmer marschierten in verschiedenen Formationen durch die Halle, danach wurde weiter getanzt. Den Hauptpreis einer Lotterie unter den Gästen in Form eines freien Wochenendes beim „Moin-Moin-Dance“ im kommenden Jahr gewann eine Teilnehmerin aus dem dänischen Aarhus.


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