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Flensburger Tageblatt

25. September 2017 | 13:43 Uhr

Vier wollen Bürgermeister werden

vom

Der Wahlausschuss in Glücksburg gibt grünes Licht für alle Bewerber - Entscheidung am 22. September

shz.de von
erstellt am 10.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Glücksburg | Die Entscheidung ist gefallen. Alle Bewerbungen für die Bürgermeisterwahl in Glücksburg hat der Wahlausschuss gestern für rechtmäßig befunden und anerkannt. Damit sind die vier Bewerber nun offizielle Kandidaten. Um das Amt des Bürgermeisters in Glücksburg bewerben sich Kristina Franke aus Glücksburg, Björn Goos aus Sieverstedt, Simone Kuhlmann aus Flensburg und Sussi-Anne Ruppert aus Schwarzenbek. Bis auf Simone Kuhlmann, die einen unaufschiebbaren Termin in Mannheim hatte, wie die Ausschussvorsitzende Dagmar Jonas sagte, waren alle Bewerber ins Rathaus gekommen.

Einstimmig hatten Gerd Pirschel und Thorsten Ertzinger (beide CDU), Hermann Jobben und Michael Schulz (SPD), Astrid Bewernick und Johanna Ringk (beide SSW) sowie Hans Ludwig Knöll-Fuglsang für Bündnis 90/Die Grünen vom Wahlausschuss die Richtigkeit der Bewerbungsunterlagen und Unterschriftensammlungen anerkannt. Die Gemeindewahlleiterin und ehrenamtliche Bürgermeisterin Dagmar Jonas führte durch die kurze Sitzung. Eingangs hatte sie Hermann Jobben verpflichtet, der als stellvertretender Beisitzer das erste Mal im Ausschuss war. Interesse an den Bewerbern und der Abstimmung bewiesen 16 Bürger oder Unterstützer der Kandidaten.

95 Unterschriften hatte jeder Kandidat/jede Kandidatin sammeln müssen. Die Zahl errechnet sich aus der Sollstärke der Stadtvertretung mit fünf multipliziert (Gemeinde- und Kreiswahlgesetz). Goos hatte mit Abstand die meisten, nämlich 146 Unterschriften vorgelegt, Ruppert wies 108 Unterstützer nach, Franke weiß 106 Glücksburger hinter sich. Simone Kuhlmann, die erst seit 2012 in Flensburg lebt und nicht aus Glücksburg oder Umgebung stammt, brachte vier Unterschriften mehr als nötig ein.

Eine der Voraussetzungen für gültige Unterlagen ist es, keine Unterschriften mehrfach zu haben. Das heißt, dass jeder Glücksburger nur eine einzige Unterschrift abgeben durfte. Oliver Hillebrand, Leiter des federführenden Wahlbüros in Flensburg, und Gemeindewahlleiterin Jonas versicherten, dass keine einzige Unterschrift mehrfach dabei gewesen sei. Gerd Pirschel wollte wissen, ob Unterschriften auch auf Ähnlichkeit geprüft würden. Das verneinte Hillebrand: "Die Unterschriftenähnlichkeit wird nicht geprüft. Das sieht der Gesetzgeber nicht vor. Der glaubt an das Gute im Menschen." Daraufhin fragte Jonas das Ausschussmitglied Pirschel, ob er denn einen Zweifel hätte, was der wiederum verneinte.

Da bis zur Wahl am 22. September für die Vorbereitungen nicht mehr viel Zeit bleibt, legte der Ausschuss schon die eventuell nötigen weiteren Termine fest. Sollte keiner der Kandidaten die nötige Anzahl von 50 Prozent der abgegebenen Stimmen plus eine weitere bekommen, ist eine Stichwahl nötig. Die findet in dem Fall am 6. Oktober statt. Der Ausschuss kommt dann bereits am 25. September, 18 Uhr zusammen. Tritt die absolute Mehrheit ein, sehen sich die Mitglieder am 27. September um 14 Uhr.

Ab nächster Woche können die Glücksburger mit Wahlplakaten rechnen. "Die acht Tafeln hat der Bauhof schon aufgestellt", sagte Dagmar Jonas. Von den jeweils acht Flächen stehen die letzten beiden den Bürgermeister-Kandidaten zur Verfügung. Die ersten sechs sind für die Bundestagswahl vorgesehen. Während rund 5000 Glücksburger bei der bundesweiten Wahl abstimmen können, dürfen weitere 200 Einwohner bei der Bürgermeisterwahl ein Kreuz machen. Dann haben auch EU-Bürger und Jugendliche ab 16 Jahren ein Stimmrecht.

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