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16-Jähriger gesteht Brandstiftung : Vier Segelboote brennen im Flensburger Hafen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Schwieriger Einsatz für die Flensburger Feuerwehr: In der Nacht zu Donnerstag brannten im Hafen mehrere Segelboote. Die Polizei nahm wenig später einen Jugendlichen fest. Dieser hat mittlerweile gestanden.

shz.de von
erstellt am 10.Apr.2014 | 07:01 Uhr

Flensburg | Im Flensburger Hafen haben in der Nacht zu Donnerstag Segelboote gebrannt. Ein 16-jähriger Verdächtiger hat die Tat im Rahmen seiner Vernehmung eingeräumt. Zur Brandlegung nutzte der Jugendliche an Bordgefundene Brandmittel. Motiv sei seine Affinität zu Feuer. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde der 16-Jährige an seine Betreuer übergeben.

Gegen kurz nach Mitternacht alarmierten Passanten die Feuerwehr: Im Flensburger Hafen stehe ein Segelboot in Vollbrand. Umgehend wurde der Löschzug der Berufsfeuerwehr sowie eine freiwillige Feuerwehr der Stadt alarmiert. Dichter Qualm und meterhohe Flammen wiesen den Einsatzkräften den Weg zum Brandort am Hafendamm. Die Flammen hatten bereits auf benachbarte Boote übergegriffen.

Noch bevor die Einsatzkräfte im Hafen ankamen, sprach ein Zeuge vor Ort mit einem auffälligen Jugendlichen. Das teilte die Polizei am Donnerstag mit. Der Junge sagte dem Mann, er habe nichts mit dem Feuer zu tun und sei nur beim Joggen vorbeigekommen. Er trug allerdings Gummistiefel. Der Mann fragte den Jugendlichen nach seinem Namen, dieser nannte ihn - und lief davon. Die Polizei nahm den 16-Jährigen, der polizeibekannt ist, wenig später fest. Er trug noch immer die Gummistiefel, seine Kleidung roch nach Benzin. Die Ermittlungen dauern an.

Bei der Brandbekämpfung mussten die Einsatzkräfte sich zunächst Zutritt zu dem Steg verschaffen, bevor sie mit dem Löschen beginnen konnten. Nachdem die große Metallpforte aufgebrochen war, arbeiteten mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz. „Die Materialkombination aus Holz und glasfaserverstärktem Kunststoff ist schwierig zu löschen“, berichtete der Einsatzleiter von der Berufsfeuerwehr Flensburg. Immer wieder loderten die Flammen auf, erst mit großen Mengen Löschschaum und Pulver konnten die Flammen nach über zwei Stunden endgültig erstickt werden. Um eine konstante Wasserversorgung zu gewährleisten, wurde mit einer Pumpe Löschwasser aus der Förde entnommen.

Zwei Boote sind bei dem Brand vollständig ausgebrannt, zwei weitere wurden erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Bis spät in die Nacht hinein waren die Einsatzkräfte mit den Nachlöscharbeiten beschäftigt. Der Gesamtschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf 60.000 Euro

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