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Halle auf dem Campus Flensburg : Vier Millionen für die Flens-Arena: Veranstalter legen Wunschliste vor

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Mittel aus der Sportförderung des Landes - Stadt und Kreis legen noch einmal 1,3 Millionen drauf

shz.de von
erstellt am 26.Jul.2017 | 11:24 Uhr

Zunächst einmal das für Zweitliga-Fußball ausgerichtete Holstein-Stadion in Kiel, dann der Handball-Tempel in Flensburg. Mit rund 7,5 Millionen Euro unterstützt das Land die Modernisierung des Kieler Stadions, für die Flens-Arena sind vier Millionen Euro reserviert. Das bestätigte jetzt Walter Behrens, Aufsichtsratsvorsitzender der Hallen-Besitzgesellschaft und Erster Kreisrat des Kreistages Schleswig-Flensburg, gegenüber unserer Zeitung.

Der CDU-Politiker und der Geschäftsführer der Betreibergesellschaft förde show concept, Peter Thomsen, halten umfangreiche Sanierungsmaßnahmen verbunden mit Erweiterungen für die 17 Jahre alte Arena unbedingt für notwendig. „Die Halle ist in die Jahre gekommen, da gibt es viel zu tun “, sagte Behrens. Derzeit stellt das Land Richtlinien für die Mittelverwendung auf. Danach könne mit den Arbeiten begonnen werden, heißt es. Behrens hält einen Baubeginn 2018 für durchaus realistisch.

Zu dem Mitteln vom Land kommen noch einmal rund 1,3 Millionen Euro von Kreis und Stadt. Die Hallen-Besitzgesellschaft verfügt über ein Stammkapital von 3,1 Millionen Euro. Anteilseigner sind mit jeweils gut einer Million Euro die Stadt Flensburg, der Kreis Schleswig-Flensburg und die Provinzial Nordwest.

Wie die Um- und Erweiterungsbauten genau aussehen werden, steht noch nicht fest. Vom Handball-Bundesligisten SG Flensburg-Handewitt liegt ebenso eine Wunschliste vor wie von der Betreibergesellschaft, die die Halle auch für Konzerte nutzt. Ganz oben auf der SG-Liste: Zusätzliche 1  000 Sitzplätze, davon 274 als Business-Seats. Dazu Erweiterung der WC-Anlagen, ein neuer Pressebereich, Erweiterung der Lounge für den Club 100. Aus einem SG-Papier, das allerdings aus dem Jahr 2015 stammt, geht hervor, dass eine finanzielle Beteiligung aus dem Gesellschafter- und Sponsorenkreis für möglich gehalten wird. Hier ist von einem Investitionszuschuss und auch stillen Beteiligungen die Rede. Das sei auch notwendig, merkte Behrens an, da mit den Landesmitteln nicht alle Begehrlichkeiten erfüllt werden können.

Die Betreibergesellschaft spricht sich für die Installation einer neuen Lüftungsanlage aus. Insgesamt müsse die „Aufenthaltsqualität verbessert“ werden, sagt Peter Thomsen. Ein Anbau mit neuen Räumen für den Club 100 im Obergeschoss sowie neuen Umkleidekabinen für Spieler und Künstler im Untergeschoss ist ebenso im Gespräch wie eine Überdachung des Eingangsbereiches. Besitz- und Betreibergesellschaft werden in Kürze genaue Pläne erarbeiten. „Wir haben viel zu tun“, fügte Behrens hinzu.

Die Millionen aus Kiel sowie auch die Zuschüsse von Stadt und Kreis werden auch in Flensburger Fußballkreisen zu heftigen Diskussionen führen. Liegen doch sowohl die Pläne zur Renovierung des städtischen Stadions in Mürwik als auch die Modernisierung des Manfred-Werner-Stadions im Stadtteil Weiche weitgehend auf Eis. Die Drittliga-Pläne des neu fusionierten SC Weiche Flensburg 08 sind ins Stocken geraten, weil die Stadt nicht mit den sportlichen Ambitionen Schritt hält. Dazu Walter Behrens: „Die SG gehört nun einmal zur deutschen Handball-Elite. Das ist schon ein Unterschied.“ Jürgen Muhl

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