Zwei Brände bei Flensburg : Video: Großfeuer zerstört Futterhaus in Wees

Am Vormittag wurde das Ausmaß des Schadens sichtbar.
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Am Vormittag wurde das Ausmaß des Schadens sichtbar.

Ein Feuer hat einen Tierfutterhandel in Wees bei Flensburg völlig zerstört. Es entstand ein Millionenschaden. Ob Tiere ums Leben kamen, ist unklar. Kurz vor dem Großeinsatz musste die Feuerwehr einen Brand in Jürgensby löschen.

shz.de von
16. Juli 2014, 07:16 Uhr

Flensburg | Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, schlugen die Flammen bereits aus dem Dach: Unweit der B199 am Ortsausgang von Flensburg ist in der Nacht ein rund 1500 Quadratmeter großer Fachmarkt für Tierzubehör und Kleintiere durch einen Großbrand zerstört worden.

Die ersten Notrufe von Zeugen gingen gegen 1.40 Uhr in der Rettungsleitstelle in Harrislee ein. Als die ersten Feuerwehren aus Wees und Glücksburg wenige Minuten später vor Ort waren, hatte sich der Brand bereits zu einem Großfeuer entwickelt. „Wir haben dann sofort weitere Feuerwehren nachalarmiert“, erklärt Kreisbrandmeister Marc Rücker. Kurze Zeit später waren bereits sechs Feuerwehren mit über 100 Einsatzkräften vor Ort mit den Löscharbeiten beschäftigt. Es gelang den Einsatzkräften, ein direkt an den Fachmarkt angrenzendes Holzhaus zu schützen, das eine Tierarztpraxis beherbergt.

Für den in Hallenbauweise errichteten Tiermarkt der Handelskette „Das Futterhaus“ gab es indes keine Rettung mehr. Der Brand breitete sich im Inneren so schnell aus, dass bereits nach etwa einer halben Stunde das gesamte Verkaufsgebäude von den Flammen erfasst war. Bei den Löscharbeiten kam auch die Drehleiter der Glücksburger Wehr zum Einsatz, um den Brand von oben bekämpfen zu können. Da in dem Gebäude nach Angaben von Kreisbrandmeister Rücker auch mehrere Gasflaschen gelagert waren, gab es während der Löscharbeiten mehrere Detonationen.

 

Menschen wurden durch den Brand nicht verletzt. Ob Tiere zu Schaden kamen, war vorerst unklar. Neben den zahlreichen Futtermitteln und Tierzubehör sollen in dem brennenden Gebäude auch zahlreiche Fische gewesen sein. Es ist davon auszugehen, dass die in ihren Aquarien in den Flammen umgekommen sind. Eine genaue Anzahl der betroffenen Tiere war jedoch noch nicht zu ermitteln.

„Die Löscharbeiten werden auf jeden Fall noch bis in den Morgen andauern, eventuell müssen dann auch am Vormittag noch Glutnester gelöscht werden“, erklärt Rücker. Die Höhe des Sachschadens ist noch ebenso unklar wie die Brandursache. Die Einsatzkräfte gehen jedoch in ersten Schätzungen von einem Millionenschaden aus. Die Flensburger Kripo übernahm die Ermittlungen.

Das Feuer in Wees war nicht der einzige Brand, zu dem die Wehren in und um Flensburg ausrücken mussten. Kurz zuvor brannte im Stadtteil Jürgensby eine Wohnung aus, wie ein Sprecher der Feuerwehr am Mittwochmorgen sagte. Einen der fünf Bewohner rettete die Feuerwehr mit einer Drehleiter, verletzt wurde aber niemand.

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