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Pilot gestorben : Video: Flugzeug stürzt auf Koppel in Lindewitt

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Eine einmotorige Propellermaschine startet in Wyk auf Föhr. Nach 17 Minuten Flugzeit kommt der Pilot in Schwierigkeiten.

Lindewitt | Ein Teil des Rumpfes blieb in den Tannen hängen, der Rest prallte auf den Boden und ging in Flammen auf: Beim Absturz eines Privatflugzeuges in Lindewitt (Kreis Schleswig-Flensburg) am Mittwochmorgen konnte der schwerverletzte Pilot zunächst aus dem Wrack gerettet werden, wenig später erlag er im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.

Das Flugzeug war in Wyk auf Föhr gestartet. „Das Wetter war top, die Sichtweite betrug 20 Kilometer“, sagt Hans-Werner Jacobsen, Verantwortlicher für die Luftaufsicht auf dem Insel-Flugplatz. Auch die Wolkenuntergrenze sei mit 1500 bis 2000 Fuß absolut in Ordnung gewesen.

Nach Informationen unserer Zeitung wollte der Pilot mit seiner einmotorigen Piper PA 28 nach Grube im Kreis Ostholstein. Geplant hatte er, zunächst nach Flensburg zu fliegen und sich dann südöstlich in Richtung Grube vorzutasten, weil das Wetter dort wegen Hochnebels für den Sichtflug schwierig war.

Ein Wrackteil hängt an einem Baum.
Ein Wrackteil hängt an einem Baum. Foto: Noltemedia

Doch bereits nach 17 Minuten Flugzeit kam der Pilot in Schwierigkeiten, in der Nähe von Lindewitt bei Flensburg streifte die Piper einige Baumwipfel, kam ins Trudeln und stürzte dann auf ein Feld am Rande eines Reitplatzes in der Straße „Am Schwarzen Berg“. Kurz nach dem Unfall geriet die Maschine in Brand. Als erste Rettungskräfte eintrafen, stand es bereits lichterloh in Flammen.

Anwohnern gelang es, den Piloten aus dem Flugzeug zu ziehen. Er wurde nach einer Notversorgung an der Absturzstelle zunächst ins Flensburger Krankenhaus eingeliefert. Der 49-Jährige wurde dann mit dem Hubschrauber in die Uniklinik Lübeck geflogen und ist dort seinen Brandverletzungen erlegen. Das hat die Flensburger Polizeisprecherin Franziska Jurgas bestätigt.

Die Feuerwehr löschte die Piper mit Schaum, immer wieder entzündete sich Kerosin.

Die Maschine brannte vollständig aus.
Die Maschine brannte vollständig aus. Foto: Noltemedia

Die Polizei sperrte die Absturzstelle weiträumig ab. Kriminalpolizei und die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen haben die Ermittlungen aufgenommen.

Blaulichtmonitor

Was ist der Blaulichtmonitor?

In einer ursprünglichen Version dieses Artikels war die Rede davon, dass Rettungskräfte der Feuerwehr den Piloten aus dem Wrack holten. Diese Angabe entspricht nicht den Tatsachen. Es waren Anwohner, die den Mann retteten.
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erstellt am 25.Nov.2015 | 13:15 Uhr

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