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Tag der Kinderhospizarbeit : Video: Das Kinderhospiz in Flensburg

vom
Aus der Onlineredaktion

Am Tag der Kinderhospizarbeit soll auf die Situation schwer kranker Kinder aufmerksam gemacht werden. shz.de hat den Kinder- und Jugendhospizdienst in Flensburg besucht.

Flensburg | Schwer kranke Kinder sind nach Ansicht des Deutschen Kinderhospizvereins immer noch ein Tabuthema. Freunde, Nachbarn und das Umfeld betroffener Familien zögen sich häufig aus Unsicherheit zurück, sagt Vereinsgeschäftsführer Martin Gierse. Darunter litten dann nicht nur die Eltern und die erkrankten Kinder, sondern auch Geschwister. Der Begriff „Hospiz“ sei bei den meisten Menschen immer noch mit einem kurz bevorstehenden Tod verknüpft, sagt Gierse. Die Hospizarbeit leiste jedoch mehr: „Wir begleiten Familien, die eine Diagnose bekommen haben, dass ihr Kind sterben wird. Wann das sein wird, wissen wir nicht“, erläuterte er.

Während Mediziner, Pfleger und Therapeuten nach dem Tod des Kindes weg seien, weil kein Geld mehr fließe, stünden die Ehrenamtlichen der Hospizdienste auch den Trauernden zur Seite. Wenn ein Kind „lebensverkürzend erkrankt“ sei, seien die betroffenen Familien oft noch Jahre oder sogar Jahrzehnte mit der Diagnose konfrontiert. „Für diese Familien ist es wichtig, dass sie auf diesem Weg nicht nur medizinisch begleitet werden.“

Der Tag der Kinderhospizarbeit wird seit 2006 jährlich am 10. Februar begangen. Er soll auf die Situation lebensverkürzend erkrankter Kinder und deren Familien aufmerksam machen. Es soll auf die Arbeit der Kinderhospize aufmerksam gemacht werden. Mehr Informationen zum Tag der Kinderhospizarbeit gibt es beim Deutschen Kinderhospizverein.

shz.de hat den Kinder- und Jugendhospizdienst beim Katharinen-Hospiz am Park anlässlich seines 10-jährigen Bestehens im April 2014 besucht.

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erstellt am 10.Feb.2015 | 12:24 Uhr

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