Innenhafen Flensburg : Vermisste Schwimmer

Die Polizei im Gespräch mit den Schwimmern am Ostufer.
Die Polizei im Gespräch mit den Schwimmern am Ostufer.

Großeinsatz nach dem Bad eines Paares im Hafen hat finanzielles Nachspiel

shz.de von
22. Juli 2018, 18:21 Uhr

Ein Paar, das am Sonnabendvormittag zum Schwimmen in den Hafen gestiegen war, löste einen Großeinsatz der Rettungskräfte aus. Gegen zwölf Uhr alarmierten Anwohner und Gäste eines Restaurants am Ballastkai die Notrufzentrale in Harrislee. Sofort wurde die Berufsfeuerwehr mit einer Tauchereinheit, Notarzt und Rettungsdienst sowie die DLRG aus Solitüde mit einem Boot zur Suche der Vermissten angefordert.

Zeugen hatten einen Mann und eine Frau gegen zehn Uhr gesehen, die ihre Kleidung an einem Bootssteg an der Hafenostseite abgelegt hatten und ins Hafenbecken gesprungen waren. Als das Paar gegen zwölf Uhr immer noch nicht aus dem Wasser an Land zurückgekehrt war und auch nicht mehr gesehen wurde, wählten die Anwohner den Notruf 112.

Beamte der Wasserschutzpolizei konnten wenig später die gesuchten Personen an der Schiffbrücke ausmachen, lediglich mit Badezeug bekleidet. Noch vor dem direkten Kontakt mit der Polizei, schwammen beide Personen plötzlich wieder quer über die Innenförde zum Ballastkai zurück. Dort wurden sie von den Rettungskräften in Empfang genommen. Verletzt wurde niemand.

Die Wasserschutzpolizei stellte die Personalien der Hafenschwimmer fest. Bei den Betroffenen handelt es sich nach Polizeiangaben um eine Flensburgerin und einen Berliner, der hier zu Besuch ist. Die Polizei fertigte eine Anzeige, das kühle Bad im Hafenbecken dürfte für das Paar nun ein finanzielles Nachspiel haben: Schwimmen im Hafenbereich ist gemäß Hafensatzung der Stadt aus Gefahrengründen nicht gestattet. „Daran ändert auch der Einwand der Schwimmer nichts, dass keine Hinweisschilder am Hafenbecken aufgestellt sind“, so ein Polizeisprecher.

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