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Flensburger Tageblatt

18. Dezember 2017 | 18:22 Uhr

Mittelangeln : Verkehrsprobleme nerven Senioren

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der Beirat der Gemeinde Mittelangeln bemängelt von Radfahrern und Fußgängern gemeinsam genutzte Wege, Ampelschaltungen und Mobilitätsangebote.

Mittelangeln | Die Senioren der Gemeinde Mittelangeln haben mit dem Seniorenbeirat eine starke Vertretung. Vorsitzender Harald Krabbenhöft ist ein kommunalpolitisches Urgestein, und zahlreiche Senioren waren zur Seniorenbeiratssitzung gekommen, um sich zu informieren und eigene Gedanken beizutragen.

Die Verkehrssicherheit im Ort beschäftigt den Seniorenbeirat immer wieder. Dabei geht es nicht ausschließlich um die Sicherheit von Senioren. So wird bemängelt, dass auf den gemeinsamen Rad- und Fußwegen sich immer wieder Radfahrer und Fußgänger gefährlich ins Gehege kommen, da insbesondere in der Flensburger Straße, von der Kreuzung bis zur Einfahrt Schulzentrum, auf dem Gehweg in beide Richtungen Radfahrer unterwegs sind. Der Seniorenbeirat setzt sich dafür ein, Rad- und Gehweg zu trennen.

Auch sei die Kennzeichnung der Verkehrswege im Ortsteil Satrup völlig unzureichend und verwirrend, wird kritisiert. Eine weitere Forderung ist die Absenkung der Gehwege, um Rollstuhlfahrern oder Eltern mit Kinderwagen ein gefahrloses Wechseln der Wege zu ermöglichen. Außerdem wird die Ampelschaltung beklagt. Harald Krabbenhöft: „Es kann nicht angehen, dass Fußgänger endlos lange an den Übergängen im Regen warten, um die Fahrbahn überqueren zu können, während es für die Autos grünes Licht gibt.“ Krabbenhöft warf dem Landesbetrieb Straßenbau in Flensburg „Unfähigkeit“ vor. Es gebe seit langem Beschlüsse und von der Gemeinde erarbeitete Vorlagen, wie die innerörtliche Verkehrssituation in Mittelangeln verbessert werden könne. „Es passiert nichts“, so Krabbenhöft.

Bürgermeisterin Britta Lang bestätigte die Aussagen von Krabbenhöft. Für eine Querungshilfe im Bereich Schulzentrum/Angler Hof gebe es fundierte Vorschläge der Gemeinde, die bei der Verkehrsschau vor einem Jahr als notwendig erachtet wurden. Auch die Notwendigkeit eines Radschutzstreifens werde anerkannt. Bürgermeisterin Lang machte vor den Senioren deutlich, dass die Gemeinde im Rahmen des Städtebauförderprogramms verschiedene Maßnahmen zur Verkehrssicherheit umsetzen will. Barrierefreiheit sei dabei ein wichtiges Ziel.

Ein weiteres Sorgenkind des Seniorenbeirates ist die Mobilität. „Senioren sind verstärkt auf die Unterstützung der Familie und Nachbarn angewiesen, wenn sie Einkäufe erledigen wollen, zum Arzt müssen, am täglichen Leben teilhaben wollen“, begründete Krabbenhöft die Kritik am öffentlichen Personennahverkehr, der nur ein eingeschränktes Angebot zur Verfügung stelle. Bevor Planungen beginnen, will der Seniorenbeirat zunächst die Bedürfnisse der Menschen in Erfahrung bringen und hat deshalb die Gemeindevertretung aufgefordert, eine Bedarfsanalyse zu erstellen. Lang nahm den Vorschlag auf und will einen Fragebogen erstellen lassen.

Zur Forderung des Seniorenbeirates, barrierefreie, multifunktionelle Bewegungs- und Begegnungsräume zur Verfügung zu stellen, damit Senioren dort Altengerechte Sport und Bewegungsangebote erhalten, kündigte Bürgermeisterin Lang an, dass im September der I-Punkt, dass neue Familien und Begegnungszentrum eröffnet werde und dort auch barrierefreie Räume zur Verfügung stehen. Ein weiteres Ziel sei ein Mehrgenerationenhaus, in dem noch stärker die Belange der Senioren umgesetzt werden können.


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