Flensburg : Verfolgungsjagd mit Intensivtäter endet am Laternenpfahl

Mit dieser gestohlenen, neuwertigen C-Klasse raste der Intensivtäter mit zwei Komplizen durch Flensburg und krachte am Ende gegen einen Laternenpfahl.

Mit dieser gestohlenen, neuwertigen C-Klasse raste der Intensivtäter mit zwei Komplizen durch Flensburg und krachte am Ende gegen einen Laternenpfahl.

Der 17-Jährige war gerade erst aus der Haft entlassen, hatte mehrere Autos gestohlen und Einbrüche verübt.

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28. März 2018, 13:08 Uhr

Ein 17-jähriger Intensivtäter hat binnen zwei Wochen nach Haftentlassungen nicht nur mehrere Fahrzeuge gestohlen, sondern auch die Polizei mit einer spektakulären Verfolgungsjagd durch Flensburg in Atem gehalten. Doch der Reihe nach: Wie die Polizeidirektion Flensburg am Mittwoch mitteilte, wurde der junge Mann am 15. März aus der Haft entlassen. Ihm wurde eine Entziehungskur in Niedersachsen verordnet. Doch bereits nach einem halben Tag habe er diese beendet und sei in eine Werkstatt in Oldenburg eingebrochen. Dort habe er einen VW Passat, ein Handy und Bargeld gestohlen.

„Mit dem Geld tankte er das Fahrzeug auf, stahl von einem anderen Pkw die Kennzeichen und fuhr nach Flensburg, wo er erneut Kennzeichen stahl und diese austauschte“, sagt Polizeisprecherin Sandra Otte. In der Nacht von Montag auf Dienstag (27. März) sei er mit zwei weiteren Tatverdächtigen im Alter von 17 und 21 Jahren in dem gestohlenen Passat in die Flensburger Boschstraße gefahren. Dort habe das Tätertrio aus einem Baumaschinenmarkt Werkzeug entwendet und dies in die Wohnung des einen Komplizen gebracht.

Doch die Männer hatten damit offenbar noch nicht genug: Wie die Polizei weiter mitteilt, brachen sie anschließend einen Kfz-Betrieb in der Liebigstraße in Flensburg ein und versuchten dort ein Fahrzeug zu stehlen. Als der Versuch offenbar scheiterte, brach das Trio anschließend in einen anderen Kfz-Betrieb in der Liebigstraße ein und entwendete dort aus einer Halle eine neuwertige Mercedes C-Klasse. „Mit dieser kamen sie allerdings nicht weit“, so Otte. „Bereits in der Straße Zur Bleiche wurden sie um 3.10 Uhr von einer Polizeistreife entdeckt. Die Beamten des 1. Polizeirevieres erkannten, dass das Fahrzeug sehr zügig und in Schlangenlinien geführt wurde und entschlossen sich, dieses zu kontrollieren.“

Der Fahrer des Mercedes habe jedoch nicht auf die Anhaltezeichen des Streifenwagens reagiert und flüchtete mit teilweise weit über Tempo 100. Eine Verfolgungsfahrt durch halb Flensburg, bei der mehrere rote Ampeln überfahren wurden, endete schließlich im Marienhölzungsweg. Dort sei der Fahrer beim Versuch eines „U-Turns“ gegen einen Laternenpfahl gefahren. Zwei der Tatverdächtigen versuchten zu flüchten. Alle drei konnten jedoch von den mittlerweile zwei Streifenwagenbesatzungen festgenommen werden. Bei dem Unfall wurde ein parkender Pkw beschädigt.

Die Beamten brachten die drei jungen Männer zur Flensburger Polizeiwache. „Bei dem 17-jährigen Intensivtäter, der das Fahrzeug gefahren hatte, erbrachte ein Atemalkoholtest einen Wert von über 0,9 Promille. Drogenvortests bei ihm und seinem 17-jährigen Komplizen waren außerdem positiv“, sagte die Polizeisprecherin. Es wurden Blutproben angeordnet. Die drei polizeibekannten Tatverdächtigen wurden anschließend zur weiteren Bearbeitung an die Kripo übergeben.

Der Intensivtäter soll noch am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt werden. Während der Verfolgungsfahrt habe es aufgrund der Nachtzeit keine Verletzten gegeben. Allerdings habe in der Friesischen Straße ein unbekanntes Fahrzeug eine Vollbremsung einleiten müssen, um einen Zusammenstoß mit dem flüchtenden Mercedes zu verhindern. Die Polizei bittet den oder die Fahrzeugführer(-in), sich unter der Rufnummer 0461/4840 zu melden.

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