Flensburg : Verbissene Diskussion um Flächen für Hunde

Begegnung am Strand: Damit könnte bald Schluss sein. Die Stadt erwägt, Hunde ohne Leine  vom Solitüder Strand auszusperren. Foto: Staudt
Begegnung am Strand: Damit könnte bald Schluss sein. Die Stadt erwägt, Hunde ohne Leine vom Solitüder Strand auszusperren. Foto: Staudt

Vier Freilaufflächen für Hunde gibt es in Flensburg. Nun will die Stadt weitere schaffen - die Herrichtungskosten werden auf 64.000 Euro beziffert.

shz.de von
14. Dezember 2012, 12:26 Uhr

Flensburg | Gut 3000 Hunde gibt es in Flensburg - laut Hundesteuer-Statistik. Weiche ist der bei Hunden beliebteste Stadtteil; hier kommen 52 Exemplare auf 1000 Einwohner, in der Südstadt nur 19. Im Vergleich zu Herne (136 Hunde pro 1000 Menschen) hat Flensburg jedoch eher wenige Hunde (63/1000). Mit einer fundierten Statistik über die vierbeinigen Bewohner der Stadt führte Christian Hagge den Planungsausschuss in eine Thematik ein, über die hinterher verbissen diskutiert wurde. Es ging um Freilaufflächen für Hunde; hier hatte die WiF in Person von Ratsherr Hubert Ambrosius um die Auflistung von Flächen gebeten, die als Hundefreilaufflächen in Frage kommen.
Vier davon gibt es bereits in der Stadt: je eine in Solitüde und Ostseebad, eine am Volkspark und eine am Rand der Marienhölzung/Westtangente. Die Stadt hat jetzt neun weitere Flächen gefunden, die in Frage kommen: ein schmaler Streifen an der Exe sowie Flächen an der Westerallee, am Mückenteich, in Hochfeld, am Norderfeld, an der Kauslundlücke, an der Osterallee, im Wald von Solitüde und im Schwarzenbachtal.

Die Pflegekosten werden auf 70.000 Euro pro Jahr beziffert

Alle Flächen müssten mit einem gewissen Aufwand hergerichtet, zum Beispiel eingezäunt werden, und alle Flächen müssten gepflegt werden. Die Herrichtungskosten beziffert die Stadt auf 64.000 Kosten, die Pflegekosten auf 70.000 Euro pro Jahr. "Wir wollen keine Golfplätze", sagte Ambrosius zu den hohen Kosten. Die Flächen müssten nur zweimal, nicht, wie von der Stadt berechnet, 12 mal pro Jahr gemäht werden.
"Ich als Hund würde mich auf so einem engen, eingezäunten Platz nicht wohl fühlen", sagte Peter Jensen (SPD) mit Blick auf die Fläche an der Exe. Ausschussvorsitzender Arne Rüstemeier (CDU) fand die Diskussion unangemessen und wollte gar kein Geld in die Hand nehmen. Dafür wurde er von Edgar Möller (SSW) angeknurrt: "Das kann ich so nicht stehen lassen. Hunde haben eine wichtige soziale Funktion. Es ist wichtig, dass wir in Flensburg solche Flächen haben." Weitere Gespräche sollen jetzt klären, welche Flächen tatsächlich hergerichtet werden.

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