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Dänische Bibliothek Flensburg : Uwe Appold in der dänischen Bibliothek: „Ich male, solange ich kann“

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Einen Monat nach seinem 75. Geburtstag ist ein Querschnitt seines künstlerischen Schaffens zu sehen.

Mit vielen Werken im öffentlichen Raum ist Uwe Appold in Flensburg vertreten. In Kirchen der Region hat er Kirchenfenster gestaltet, in Ausstellungen wurden in den vergangenen Jahrzehnten Bilder-Zyklen zu bestimmten Themen gezeigt. Erst jetzt aber, einen Monat nach seinem 75. Geburtstag, ist ein Querschnitt seines künstlerischen Schaffens zu sehen. Jens M.Henriksen, Leiter der dänischen Zentralbibliothek, freute sich bei der Eröffnung der Schau von Bildern und Plastiken, dass sein Haus mit dieser Ausstellung als kulturelles Forum wirken kann.

Dass der Ort für die aus verschiedenen Zyklen zusammenstellten Werke des Malers und Bildhauers Uwe Appold genau richtig gewählt ist, davon konnte sich die große Zahl von Besuchern der Vernissage nicht nur beim Gang durch die Ausstellung überzeugen. Die weiten Räume, verbunden mit einer ausgefeilten Beleuchtung, bringen die Arbeiten des Künstlers – voran die großformatigen Bilder – eindrucksvoll zur Wirkung.

Doch die Schirmherrin der Ausstellung, Stadtpräsidentin Swetlana Krätzschmar, wies mit Blick auf die dänische Bibliothek, die ein Eckpfeiler Flensburgs „auf dem Weg zu einer lebendigen Literatur- und Kulturstadt in Europa“ sei, noch auf einen anderen Zusammenhang zwischen Künstler und dem Ort der Schau hin. Uwe Appold werde als „Grenzgänger bezeichnet, der eng gefasste Grenzen weitet und überschreitet“ , zitierte sie. Weit über die Landesgrenzen hinaus habe er sich einen Namen gemacht.

Der Künstler selbst erläuterte in einem Rundgang-Gespräch mit dem Journalisten Stephan Richter Hintergründe zur Entstehung der Werke. Sie spiegeln – so Appold – „existentielle Erfahrungen des Menschen“ wider und seien zugleich eine Auseinandersetzung mit der abendländischen Kultur. Zu ihr gehört das gedruckte Wort. Hier gibt die Ausstellung einen Vorgeschmack auf das Kunst- und Medienprojekt „M 3“, das alle drei Bibliotheken der Stadt im Oktober präsentieren wollen. Appoldsche Zeitungsobjekte aus vier Jahrhunderten werden dann in der Hochschulbibliothek zu sehen sein. Das „Skive Folkeblad“, das am 22. April 1947 über das neue dänische Königspaar berichtete, und das „Flensburger Annoncenblatt“ vom 9. März 1920 machen auf das Projekt neugierig.

Zur Ruhe setzen will sich Uwe Appold jedenfalls nicht. Auf eine entsprechende Frage bei der Ausstellungseröffnung sagte der 75-Jährige: „Ich male, solange ich kann.“

Her og Der / Hier und Da: Dialoge, Bilder und Plastiken von 1990 bis 2017 – Dänische Zentralbibliothek, Norderstraße 59. Die Ausstellung läuft bis zum 29. August (geöffnet Montag bis Freitag 9 bis 19 Uhr, Sonnabend 9 bis 14 Uhr).

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