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Gastspiel in der Alten Schule Niehuus : Uta Fölster über Recht und Gerechtigkeit

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Präsidentin des Oberlandesgerichts Schleswig-Holstein erzählt aus ihrem Leben

shz.de von
erstellt am 05.Mai.2017 | 12:01 Uhr

Freimütig erzählt die gebürtige Bauerntochter, wie ihr der Vater das Jurastudium ausreden wollte: „Werd’ doch Chefsekretärin.“ Vom missglückten Auftritt als junge Juristin aus der Mischung „arrogantes Gesicht“, Freitreppe, High Heels und loser Aktensammlung. Von den Tücken eines Diktiergeräts, wo nachher „nichts drauf war“. Uta Fölster, seit 2008 Präsidentin des Oberlandesgerichts Schleswig-Holstein, erwies sich als Zugpferd in der Alten Schule Niehuus. „Da geht einem das Herz auf“, begrüßte Fördervereinsvorsitzender Karl H. Rathje die gut sechzig Besucher, unter ihnen den ehemaligen Justizminister Uwe Döring. Unter dem Titel „Kann der Rechtsstaat Gerechtigkeit garantieren?“ nahm die einstige Pressesprecherin und persönliche Referentin von Bundesverfassungsgerichts-Präsidentin Jutta Limbach ihre Gäste mit auf eine spannende und amüsante Reise durch die Höhen und Tiefen des Rechts. „Gerechtigkeit? Soweit es um Einzelfallgerechtigkeit geht? Nein.“ Bodenständig, bescheiden, sympathisch ehrlich plaudert Uta Fölster aus ihrer Justizlaufbahn: Von Gesetzen, die sich lesen wie die Gebrauchsanweisung für einen Computer, von Fällen von Nachbarschaftsstreit, wo man denkt: „Mensch Leute, lasst man gut sein.“ Doch auch, wenn die Qualität manches Gesetzes zu wünschen übrig lasse, bekennt sie aus tiefstem Herzen: „Ich bin froh, in diesem Staat zu leben.“


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