NDB-Theater : Urmel und seine märchenhafte Zauberwelt

Interaktives Kindertheater: Die Figuren des Urmel-Stücks gehen auf Tuchfühlung mit den kleinen und großen Zuschauern.
Interaktives Kindertheater: Die Figuren des Urmel-Stücks gehen auf Tuchfühlung mit den kleinen und großen Zuschauern.

Umjubelte Premiere des Kinderstücks bei der Niederdeutschen Bühne

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18. November 2013, 08:55 Uhr

Wutz, das sprechende Hausschwein mit rosa Korkenzieherlocken (Vivien Hacker), der verwirrte Professor Habakuk (Jes Hansen) auf der Suche nach dem großen Durchbruch in der Urmelforschung, der coole Waran (Carl Malte Barth), der so nett „Hört mal alle tschu“ sagt: Sie sind dabei, wenn der Schweizer Regisseur Elmar Thalmann das fröhliche Kinderstück von Frank Pinkus „Urmel aus dem Eis“ nach dem Buch von Max Kruse für die Flensburger Niederdeutsche Bühne ins Studio zaubert. Am Freitag gab es die als gelungen umjubelte Premiere.

In blaues Licht getaucht singt und heult der Seele-Fant (Anja Sievers) sein trauriges „Hohohoo“, unter Sphärenmusik und in mystisch grünes Licht gehüllt gibt das Riesenei aus dem angeschwemmten Eisberg das niedliche Urmel (Julie Marie Olsen) frei. Poetische Bilder voller Farbenpracht und rhythmische Lieder zum Mitklatschen fesseln Auge und Ohr. Andreas Fahnert hat die Musik von Ines Lange und Jan-Henning Preusse für die Aufführung optimiert und einstudiert. Von der Bambushütte der Insel Titiwu bis zur verborgen unheimlichen Höhle und ihren Nebeleffekten schuf Regisseur Thalmann auch das Bühnenbild, kreierte gemeinsam mit Sandra Pottschien die unglaublich aufwendigen Kostüme.

Goldig tippelt Ping Pinguin (Aylica Boock) über die Bühne. Aus dem Märchenbuch scheint Könik Pumponell (Patrick Maczigewski) entsprungen zu sein, wenn er hinter dem kleinen Urmel her ist. Spannend, fröhlich, turbulent und interaktiv ist das Stück angelegt. Bis zum Happy End.

Die Kleinen im Publikum werden einbezogen, etwa um Wutz lautstark zuzureden. Dann und wann sind die sprechenden Tiere mit ihren typisch menschlichen Seelen und ihren niedlichen jeweiligen Sprachfehlern gar hautnah im Theater unterwegs. Sichtlich genossen Kleine und Große die von jungen Schauspielern märchenhaft präsentierte Zauberwelt.

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