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Flensburger Förde : Urlauberfragen im Minutentakt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Touristinformation zählt im Sommer zu den für Urlauber interessantesten Orten: ein Blick in den Alltag der Mitarbeiter

shz.de von
erstellt am 27.Jul.2017 | 06:18 Uhr

„Wir würden gerne wissen, wann das nächste Schiff nach Glücksburg fährt?“ Urlauberin Susanne Merkel steht am Tresen der Touristinformation und lässt sich gerade ein Prospekt mit den Fahrplänen und ihrer Fahrzeit zeigen. Um 15.30 Uhr wird ihr Schiff fahren – schöner Beginn des einwöchigen Urlaubs mit ihrem Mann.

Es ist um die Mittagszeit, und viele Urlauber suchen den Weg zur Adresse Rote Straße 15-17, um zur Touristinformation zu kommen. Die meisten der Besucher sind auf der Durchreise und haben nur einen Tag Zeit in Flensburg, bevor es Richtung Dänemark oder in den Süden weiter geht. So auch Johann Enns aus Münster, der mit seiner Familie Urlaub an der Ostsee macht und einen Tagesausflug nach Flensburg unternommen hat. Er hat sich schnell einen der kostenlosen Stadtpläne abgeholt und nach Einkaufsmöglichkeiten gefragt. Kerrin Matthiesen, Servicemitarbeiterin, erklärt daraufhin: „Am gefragtesten sind Ausflugsziele für einen Tag oder sehenswerte Orte in Flensburg.“ Sie empfiehlt dann Sehenswürdigkeiten wie die Rote Straße, das Nordertor oder das Schifffahrtsmuseum.

Für längere Aufenthalte geben die Angestellten Tipps für Übernachtungsmöglichkeiten in örtlichen Hostels und Hotels oder vermitteln Stellplätze auf den Campingplätzen außerhalb der Stadt. „Da sich viele Touristen auf der Durchreise befinden und oftmals nur spontan eine Nacht in Flensburg verbringen, gestaltet sich die Unterbringungssuche manchmal schwierig – vor allem innerhalb der Saison“,erklärt Kerrin Matthiesen, bevor ihr Rat erneut gefragt ist. Dieses Mal jedoch nicht von einem Touristen: Torsten Zeitler aus Flensburg braucht garantiert keinen Stadtplan, sondern hat sich gerade Karten für die Hofkultur gekauft.

Neben einer beachtlichen Menge an verschiedenen Prospekten zu Städtetouren oder Sehenswürdigkeiten gibt es auch eine große Auswahl an Souvenirs. Besonders beliebt: Schokolinsen, die als „Flensburger Punkte“ gekennzeichnet sind, oder die Flensburger Ente „Flente“. Für alle Handballfans gibt es hier auch einen Fanshop der SG Flensburg-Handewitt.

Schon ist wieder Betrieb am Tresen: „Brauchen Sie einen Fahrradkorb und Helm dazu?“, wird Frauke Lorenzen gefragt, die sich ein Fahrrad ausleihen möchte. Sie ist spontan nach Flensburg gekommen und unternimmt mit ihrem Mann eine Radtour an der Förde. Sportliche Gäste wie Frauke Lorenzen können Fahrräder direkt bei der Touristinformation ausleihen. Wer lieber zu Fuß unterwegs ist, erkundet die Stadt auf eigene Faust oder bucht sich seinen Platz für eine Stadtführung.

Frauke Lorenzen fährt los, und neue Besucher füllen den Laden. „Wie kommen wir zu den Schönen und Reichen?“, fragt Steffi Gumprecht, die nach Sylt möchte. Mitarbeiterin Kerrin Matthiesen gibt schnell Auskunft und drückt ihr noch einen Stadtplan mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Flensburg in die Hand. Kollege Hendrik Ritter gibt daraufhin lachend an, dass er schon weitaus Kurioseres gefragt wurde: „Einmal kam die Frage nach einem Steckdosenadapter für Israel. Der Herr wollte eine Pilgerreise machen, und auch bei solchen Anliegen helfen wir weiter, so gut wir können.“

Oftmals sind auch die Fremdsprachenkenntnisse der Mitarbeiter gefragt – am häufigsten Englisch und Dänisch, da vor allem viele dänische Reisende nach Flensburg kommen. Mitarbeiter wie Hendrik Ritter, die keine Dänischkenntnisse haben, nehmen an Fortbildungen teil, um die Sprache zu lernen oder ihre Fähigkeiten zu verbessern.

Und so geht ein Urlauber nach dem anderen aus der Touristeninfo, mit Stadtplan und Veranstaltungskalender bewaffnet, bereit dazu die Stadt zu erkunden.

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