Hasselberg : Urlauber spendiert Boot für DLRG

Als Patin taufte die zwölfjährige Lea Callsen (li.) das neue Boot auf die Namen Wolfgang und Isolde.
Als Patin taufte die zwölfjährige Lea Callsen (li.) das neue Boot auf die Namen Wolfgang und Isolde.

Rettungsschwimmer taufen den Neuzugang auf „Wilhelm und Isolde“. Der Spender möchte nicht genannt werden.

shz.de von
31. Juli 2018, 12:53 Uhr

„Ein bemerkenswerter Tag“, kommentierte der Vorsitzende der DLRG Gelting-Golsmaas-Hasselberg (GGH), Jürgen Horn, ein Ereignis, wie es Seltenheitswert hat. Ein langjähriger und sehr zufriedener Urlauber, der anonym bleiben möchte, spendierte der seit 23 Jahren bestehenden und rund 150 Mitglieder zählenden Gliederung der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) ein Boot. Die Freude über diese Spende war nicht nur bei den Mitgliedern und Repräsentanten der DLRG, sondern auch bei den Vertretern der Kommunalpolitik groß. Es werde damit doch, wie es hieß, das ehrenamtliche Engagement der Rettungsschwimmer in ganz besonderer Weise gewürdigt.

Die Anschaffung dieses Bootes, so Vorsitzender Horn, „hätten wir aus eigener Kraft nicht stemmen können“. Bei der Indienststellung des dritten Bootes der DLRG handelt es sich um ein „Inflatable Rescue Boat“ (IRB) – ein aufblasbares Rettungsboot mit Alu-Boden und Außenbordmotor der 3,5 Meter-Klasse. Entwickelt, so erläuterte Horn, wurde es im pazifischen Raum, um die Bergung von in Seenot geratenen Menschen in rauer See zu optimieren.

Jetzt liegt das spendierte Boot am Strand – für den Einsatz bereit. Entdecken die Wachhabenden in der Zentralen Wasserwachstation Hasselberg, die seit dem 23. Juni im Einsatz sind – bislang glücklicherweise ohne besondere Vorkommnisse –, einen in der Ostsee in Not geratenen Badenden, sprinten sie, ausgerüstet mit Helmen und Schutzwesten hinunter zum Boot und geben Gas. Innerhalb kürzester Zeit können sie sich um den entkräfteten Badenden kümmern.

Bevor die zwölfjährige Lea Callsen aus Stoltebüll das Boot auf Wunsch des Spenders auf die Namen „Wilhelm und Isolde“ taufte, ergriff für die Gemeinden Amtsvorsteher Thomas Johannsen das Wort. Dem unbekannten Spender gebühre großer Dank, sagte er, und wies darauf hin, dass die DLRG an der 30 Kilometer langen Ostseeküste im Amt Geltinger Bucht unverzichtbar sei. In seinen Dank schloss er die Wachgänger – die „Rothosen“ – der DLRG mit ein. Sie alle seien für uns im Einsatz, so des Amtsvorstehers Lob.

Dem Dank schloss sich Manfred Jendrecki, Geschäftsführer des DLRG-Kreisverbandes, an. Die Indienststellung des neuen Bootes sei dank des Spenders ein „guter Tag“. Er nannte es toll, dass es Menschen gebe, „die unsere Arbeit unterstützen“. Auch die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) verfolgten an Land und auf dem Wasser das Geschehen aufmerksam.

Das nächste große Ereignis steht der DLRG GGH bereits mit Sonnabend, 4. August, ins Haus. Dann wird ab 11 Uhr das 22. Strandfest gefeiert. Das Programm ist vielfältig, wobei zu den Highlights eine Spielemeile im neuen Format, diverse Vorführungen, ab 14.30 Uhr eine Rettungsübung und ab 17 Uhr die legendäre „Neptunstaufe“ gehören. Ab 20 Uhr gibt es eine Beach-Party.

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