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Glücksburg : Urlaub mit Blick auf die Innenförde

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die ehemalige Jugendfreizeitstätte Schwennauhof wurde zu Ferienanlage umgebaut und öffnet am Wochenende ihre Tore.

Glücksburg | Es ist schon ein gewaltiger qualitativer Sprung von der ehemaligen Jugendfreizeitstätte Schwennauhof zu den exklusiven Ostseelodges mit dem Namen „Glück in Sicht“, die am kommenden Wochenende in Glücksburg eröffnet werden. Bereits am vergangenen Sonnabend konnten sich die Bürger beim „Tag der offenen Tür“ davon ein Bild machen. Anstelle der früheren Hütten mit Jugendherbergs-Charakter stehen hier jetzt 26 Lodges unterschiedlicher Größe für Gäste, die etwas Besonderes erwarten und auch geboten bekommen. Dafür hat Investor und Eigentümer Christoph Koeppen aus Hamburg etwa zehn Millionen Euro investiert und das nicht ohne Grund. „Es ist ein unvergleichliches Grundstück.“ Umgesetzt wurde das Vorhaben im Rahmen eines sogenannten „vorhabenbezogenen Bebauungsplans“ in enger Abstimmung mit der Stadt Glücksburg.

Die Häuser, einige mit unmittelbarem Blick auf die Innenförde, verteilen sich oberhalb der Schwennaumündung auf dem etwa drei Hektar großen Grundstück. Acht von ihnen mit dem Namen „Kleine Perle“ sind mit 50 Quadratmetern für zwei Personen gedacht und kosten ab 75 Euro pro Tag. In den 14 Lodges der mittleren Größe mit 150 Quadratmetern können vier Erwachsene und vier Kinder ab 200 Euro täglich unterkommen. Die vier Häuser „Hoch hinaus“ stehen unmittelbar an der Steilküste und bieten ab 275 Euro auf 210 Quadratmetern Platz für sechs Erwachsene und vier Kinder.

Alle Häuser wurden auf in die Erde gerammten Betonstelzen gebaut, um das Wurzelwerk der Bäume nicht zu schädigen. Denn eines war dem Investor wichtig: „Wir wollten den zum Teil über 100 Jahre alten Baumbestand unbedingt erhalten.“ Jede Lodge verfügt über Fußbodenheizung und Warmwasserspeicher, die jeweils über eine mit Öko-Strom betriebene Luftwärmepumpe mit Energie versorgt werden. Die Ausstattung ist in hellen Farben gehalten und skandinavisch geprägt. Eine große, teilweise überdachte Terrasse gehört ebenso dazu wie eine Sauna in den beiden größeren Hauskategorien.

Koeppen räumt ein, dass sich seine Ferienanlage preislich in der oberen Kategorie bewegt. „Dieses Segment fehlt bisher aber nicht nur in Glücksburg, sondern an der ganzen Ostseeküste.“ Überzeugt von seinem Konzept, sieht er jedenfalls Bedarf und fühlt sich von der bisherigen Resonanz bestätigt. Für den restlichen Monat seien die Unterkünfte bereits gut zur Hälfte belegt, ab Juli seien alle Lodges gebucht.

Das Gesamtprojekt schließt den früheren Campingplatz Schwennau, der seit einem Monat endgültig geschlossen ist, ein. Von der Stadt Glücksburg gepachtet, wird dort auf zwei Hektar eine öffentliche Parkanlage mit Boule-Bahn und Beachvolleyballfeld entstehen. Am Naturstrand erhält jede Lodge einen eigenen Strandkorb. Vorgesehen ist im Sommer auch ein Steg für Kajaks und kleine Boote. Anstelle des abgerissenen alten Kioskgebäudes soll im kommenden Jahr eine neue Gastronomie mit öffentlicher Toilette errichtet werden.
Über die Pfingsttage und in dieser Woche wohnen Verwandte und Freunde von Koeppen in den Lodges, um sie zu testen. Parallel dazu laufen die letzten abschließenden Arbeiten auf dem Gelände. „An diesem Wochenende erfolgt dann ein ‚Softstart‘ ohne großes Aufheben“, kündigt Koeppen an.

Betreiber des Unternehmens ist die „Ferienanlage Schwennauhof GmbH & Co. KG“. Vier bis fünf Arbeitsplätze entstehen dort am Empfang und für Pflege und Unterhaltung von Gelände und Lodges. An der Zufahrt stehen noch die beiden alten Reetdachhäuser, die nun als Lager genutzt werden. Dort ist auch ein „Hotel-O-Mat“ angebracht. Dieser Terminal bietet zeitliche Flexibilität mit der Möglichkeit, selbst einzuchecken und zu buchen. Allen denjenigen, denen ein Urlaub in entspannter Atmosphäre vorschwebt, bietet nach Koeppens Auffassung „das exklusive Areal Ruhemomente und Rückzugsmöglichkeiten mitten in der Natur“.

> www.glueck-in-sicht.de







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