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Flensburger Tageblatt

23. Oktober 2017 | 21:19 Uhr

Unternehmen machen Flensburg bunt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Neues Projekt für farbige Rabatten statt Straßenbegleitgrün

shz.de von
erstellt am 26.Aug.2013 | 19:02 Uhr

Bisher sind es nur sechs übersichtliche Flächen im Stadtgebiet. Doch es können einmal 200 sein, die mehr Farbe ins Stadtbild bringen. „Machen Sie Flensburg bunt!“ ist eine unmissverständliche Aufforderung an Unternehmen und gleichzeitig Titel des jüngsten Projekts des Regional-Marketings. Umgesetzt wird es gemeinsam vom Technischen Betriebszentrum (TBZ) und den Mürwiker Werkstätten.

Die Idee ist im Grundsatz einfach. Durch Sponsoring finanziert ein Unternehmen die Bepflanzung und Pflege einer gut sichtbaren öffentlichen Fläche und darf dafür im Gegenzug dezent auf sich aufmerksam machen. Umgesetzt wurde dieses Modell zum Beispiel an Flensburgs meist befahrener Straße zwischen C & A und dem Bahndamm (siehe Foto links) und am Twedter Plack/ Ecke Friedheim. Andere Städte wie Kiel, Schleswig oder Eckernförde hätten ein wesentlich bunteres Stadtbild als Flensburg, hat Günter Fenner, Geschäftsführer der Mürwiker und Vorstandsmitglied beim Förderverein Flensburg Regionalmarketing (FFRM), festgestellt.

Die Bandbreite möglichen Engagements für mehr Farbe im Stadtbild ist groß: „Die Flächen reichen von 15 bis über 500 Quadratmeter“, sagt Olaf Sakuth, der das Projekt für das Regionalmarketing koordiniert. „Es gibt sehr unterschiedliche Wünsche den Ort betreffend“, hat Sakuth festgestellt. Auch bei der Optik gilt größtmögliche Vielfalt; die Bepflanzung reicht von eher dezent – zum Beispiel Lavendel – bis knallig bunt, in diesem Fall rot (Eisbegonien). Die Steuerberater „Bahnsen Vollers Friebe“ haben es sogar geschafft, die Logo-Farben ihres Unternehmens in der Bepflanzung widerzuspiegeln.

Auslöser der bunten Projektidee nach englischem Vorbild ist die Flaute in Flensburgs Stadtkasse. „Wir haben nur noch drei Stellen mit Wechselbepflanzung“, erläutert Katrin Schaar, beim TBZ für die Grünpflege zuständig. Nur noch am Südermarkt, im Carlisle-Park und am Ochsenweg gibt es Rabatten, die jedes Jahr neu mit blühenden Pflanzen bestückt werden. Überall sonst wachsen Pflanzen, die gemäht werden können – und sei es nur zwei Mal im Jahr.

Aus einer Liste mit anfangs 500 Flächen wurden 200 herausgesucht, die für eine Bepflanzung in Frage kommen. 2000 bis 5000 Euro sind aufzuwenden, dazu kommen 600 bis 800 Euro an Pflegekosten. Zunächst wird ein Vertrag über drei Jahre abgeschlossen.

Das Ganze hat auch eine soziale Komponente. Über das Projekt „Arbeit für alle“ sollen Menschen mit den Pflanz- und Pflegearbeiten betraut werden, „die sonst wenige Chancen auf eine Beschäftigung haben“, sagt Horst Bendixen, Fachbereichsleiter Soziales im Rathaus. Förde Direkt Service, eine Tochtergesellschaft der Mürwiker, hat für die Arbeiten einen lernbehinderten Mann über 50 eingestellt; weitere Einstellungen seien möglich, so FDS-Chef Jürgen Klee.

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