Sieverstedt : Unter Wasser radeln für die Fitness

Kursleiterin Anne Jessen mit selbst gebauten Rädern des Unterwasser-Trainings; links die Hebevorrichtung, mit der die Räder zu Wasser gelassen werden.
Kursleiterin Anne Jessen mit selbst gebauten Rädern des Unterwasser-Trainings; links die Hebevorrichtung, mit der die Räder zu Wasser gelassen werden.

Mit Hilfe von Unterwasserfahrrädern können Interessierte im Schwimmbad in Sieverstedt etwas für ihre Gesundheit tun.

shz.de von
26. Juli 2018, 12:30 Uhr

Sieverstedt | „Rad fohrn to woters“ – so nennt der Freundeskreis Freibad Sieverstedt „körperliche Betätigung im Wasser auf einem Fahrrad“. Die wöchentlichen Kurse, die von der DLRG-Vorsitzenden Anne Jessen im Freibad geleitet werden, kommen gut an.

Von der Idee, diese Trendsportart anzubieten, bis zur Umsetzung war es ein langer Weg. Die Räder schließlich selbst zu bauen, war viel billiger und für die Vorstandsmitglieder Uwe Petersen, Stefan Christiansen und ihr Team eine Herausforderung, der sie sich gerne stellten. Im Juni 2015 war das erste Rad, der Prototyp, fertig. Er wurde zu Wasser gelassen und siehe da – es funktionierte. Ein Team von Handwerkern machte sich ans Werk und produzierte weitere Räder. Heute glänzen jeden Dienstag und Donnerstag acht dieser Schmuckstücke in der Sonne, bevor sie mit einer eigens dafür konstruierten, mobilen, am Rand des Schwimmerbeckens angebrachten Hebevorrichtung ins Wasser gelassen werden. Auch diese Konstruktion hat man selber erdacht.

Kaum sind die Räder im Wasser, werden sie mit leichter Hand von den Kursteilnehmerinnen an die gewünschte Stelle im Wasser geschoben, und das Training kann beginnen. Da mit sämtlichen Muskeln eine Menge Kraft gegen den Druck des Wassers aufgewendet wird, ist der Verbrauch von Energie im Wasser deutlich höher, obwohl es sich durch den Eindruck von Schwerelosigkeit viel leichter anfühlt. „Die Bewegung auf den Wasserfahrrädern fördert die Durchblutung und nicht nur das, sie wirkt auch noch wie eine Körpermassage“, sagt Anne Jessen. Die Übungen fördern die Fitness, stärken den Gleichgewichtssinn, die Körperhaltung werde besser und das alles, ohne dass die Gelenke allzu sehr beansprucht werden. Noch dazu mit der richtigen Musik sei das überhaupt nicht mehr anstrengend, im Gegenteil. Es macht den Kursteilnehmerinnen großen Spaß, sich zu Discobeats mal so richtig auszutoben.

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