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Feuerwehreinsatz : Unheimliche Brandserie auf Jürgensby

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Glücksburger Straße 64: Ein Haus, zwei Feuer binnen drei Monaten / Polizei ermittelt wegen Brandstiftung / Zeugen gesucht

Wer zündelt da andauernd in der Glücksburger Straße? Eine beunruhigende Serie von Feuern im Stadtteil Jürgensby hat sich in der Nacht zu Sonntag fortgesetzt. Nach zwei Bränden im Oktober letzten Jahres kam es kurz nach Mitternacht erneut zu einem Kellerbrand – mindestens zum zweiten Mal im gleichen Haus.

Besorgte Mieter des Hauses Glücksburger Straße 64 hatten gegen 0.15 Uhr in der Nacht den Notruf gewählt, nachdem sie eine starke Rauchentwicklung im Treppenhaus festgestellt hatten. Da sich noch Menschen im Gebäude aufhielten, wurde von der Rettungsleitstelle Großalarm ausgelöst: Neben dem Löschzug der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Engelsby rückten auch drei Rettungswagen und der Notarzt zur Brandstelle aus.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte konnte sich der Großteil der Hausbewohner durch das verqualmte Treppenhaus ins Freie retten. Die Mieter einer Dachgeschosswohnung blieben zunächst im Haus, da deren Wohnung nur leicht verqualmt war. Den Brand im Keller des Mehrfamilienhauses konnten die Einsatzkräfte unter schwerem Atemschutz schnell löschen. Nach ersten Erkenntnissen sollen dort unter anderem Kunststoffteile gebrannt haben, die die starke Rauchentwicklung verursacht haben. Durch das Treppenhaus des Altbaus konnte sich der giftige Brandqualm im ganzen Haus ausbreiten.

Die Wohnungen wurden durch die Feuerwehr belüftet. Nach Abschluss der Löscharbeiten konnten die Mieter in Ihre Wohnungen zurückkehren. Lediglich zwei Personen erlitten eine leichte Rauchvergiftung und wurden vom Rettungsdienst versorgt.

Zuletzt war es in der Nacht zum 26. Oktober vergangenen Jahres im gleichen Hauses zu einem Feuer gekommen. In einem Abstellraum im Hochparterre des Hauses war ein Brand ausgebrochen – giftiger Qualm breitete sich im Treppenhaus aus. Einige Bewohner konnten sich rechtzeitig ins Freie retten. Die Mieter aus den oberen Etagen, deren Wohnungen nicht verqualmt waren, beließ die Feuerwehr in ihren Räumen. Verletzt wurde niemand.

Das Feuer war damals in einem Abstellraum ausgebrochen, in dem Matrazen gelagert wurden. Eine Nacht zuvor hatte es nur knapp 200 Meter entfernt im Keller des Hauses Glücksburger Straße 46 gebrannt. Dort musste die Feuerwehr drei Menschen über die Drehleiter retten, da der Brandrauch den Fluchtweg über das Treppenhaus versperrt hatte. Eine schwangere Frau musste zur Beobachtung ins Krankenhaus eingeliefert werden. Auch diese beiden Brände, bei denen die Polizei einen Zusammenhang vermutete, sind noch nicht aufgeklärt.

Die Polizei sucht Zeugen und Hinweisgeber, die zum erneuten Brand am Wochenende Beobachtungen oder Informationen beisteuern können unter Telefon 4840.

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erstellt am 02.Feb.2015 | 07:30 Uhr

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