BGH-Urteil zur Helmpflicht : Unfall-Opfer: „Wir sind überglücklich“

Den Helm trägt sie nur auf Fahrradreisen – nicht im Alltag:  Sabine Lühr-Tanck, hier mit ihrem  Ehemann Windfried, freut sich  über  das Urteil.
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Den Helm trägt sie nur auf Fahrradreisen – nicht im Alltag: Sabine Lühr-Tanck, hier mit ihrem Ehemann Windfried, freut sich über das Urteil.

Unfall-Opfer Sabine Lühr-Tanck ist erleichtert: Nach einem Urteil des BGH in Karlsruhe hat die Glücksburgerin nach einem Fahrradsturz Anspruch auf vollen Schadensersatz.

shz.de von
18. Juni 2014, 07:11 Uhr

Glücksburg | Frau Lühr-Tanck, mal ehrlich: Haben Sie und ihre Unterstützer nicht ziemlich fest mit diesem BGH-Urteil gerechnet?
Wir sind überglücklich über das Urteil. Wir haben zwar alle mit diesem Urteil gerechnet, die Sitzung am Morgen im BGH war aber so neutral sachlich, dass die Entscheidung überhaupt nicht absehbar war, sie hat genau 50 Minuten gedauert und endete mit den Worten „Bis 16 Uhr wird das Urteil verkündet!“

Nach dem für Sie positiven Urteil: Werden Sie dennoch Konsequenzen ziehen, was das Helm-Tragen beim Fahrradfahren angeht?
Nein, im Ort trage ich nie einen Fahrradhelm, bei größeren Touren hingegen immer.


Was bedeutet es Ihnen, auch ohne Helm radeln zu dürfen – möglicherweise eben auch ein Stück Lebensfreiheit?
Die Frage ist doof!
 

Nicht zuletzt: Durch den Fahrradhelmstreit plötzlich so stark im öffentlichen Interesse zu stehen – wie wirkt sich das für Sie aus?
Das ist lästig und anstrengend, ich brauche das nicht. Ohne die Unterstützung von der Berufsgenossenschaft und dem Allgemeinen Deutscher Fahrrad-Club hätte ich das nicht durchgestanden.

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