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Küsterlücke Flensburg : Und plötzlich war die wilde Wiese weg!

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ein fleißiger Mitarbeiter des Technischen Betriebszentrums (TBZ) hat seine Pflichten sehr ernst genommen und die wilde Wiese eben mal abgemäht.

Tabula rasa an der Küsterlücke: Seit 2015 befreit Anwohnerin Ursula Baltuttis einen Randstreifen an der Zufahrt zum Neubaugebiet aus eigenem Antrieb und regelmäßig von Unkraut. Nicht nur das. Sie hat dort Wildblumen gepflanzt, die im letzten Jahr in voller Blüte standen – sehr zur Freude der Hauseigentümer rundum. Klatschmohn, Kornblumen, Margeriten und vieles mehr.

In diesem Jahr hat sie noch einen weiteren Randstreifen gejätet und Wildblumensaat ausgesät. Doch die bunte Pracht ist plötzlich verschwunden. Ein fleißiger Mitarbeiter des Technischen Betriebszentrums (TBZ) hat seine Pflichten sehr ernst genommen und die wilde Wiese eben mal abgemäht. Ulla Baltuttis ist entsetzt!

Denn sie hatte noch im Herbst mit einem Mitarbeiter gesprochen, der für die Grünpflege in dem betroffenen Gebiet zuständig ist. „Auf keinen Fall werden die Wildblumen abgemäht, hat der mir versichert“, sagt die ehemalige Lehrerin und Naturfreundin. Er habe sogar seinen Chef noch gefragt und daraufhin die Anweisung erhalten, die Blumen unbedingt stehen zu lassen. „Und nun“, stellt Ulla Baltuttis betrübt fest, „ist alles weg.“

Beim TBZ kann man die Enttäuschung nachvollziehen, auch wenn sich am beklagenswerten Zustand nichts mehr ändern lässt. „Die Arbeiten sind von einem Mitarbeiter der Stadtbildpflege durchgeführt worden, der über die Absprache, die Blumen stehen zu lassen, nicht informiert war“, lässt Sprecher Ralf Leese wissen. Der zuständige Vorarbeiter habe sich bei der betroffenen Anwohnerin für das Versehen persönlich entschuldigt. Kleiner Trost: Im nächsten Jahr werden die Blumen zu neuem Leben erwachen.

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erstellt am 14.Jun.2017 | 05:14 Uhr

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