Leben in Flensburg : Über 20.000 Besucher bei Konsum-Messe

Das Auge isst mit: Reger Andrang beim Showkochen.
Das Auge isst mit: Reger Andrang beim Showkochen.

Riesenandrang bei der Messe „Bauen-Wohnen-Lifestyle“ mit einer enormen Angebotsvielfalt von Sekundenkleber bis Whirlpool

shz.de von
29. Januar 2018, 12:01 Uhr

Seit mehreren Jahren haben Martina und Klaus-Dieter Schmidt einen Stand auf der Verbraucher-Messe „Bauen-Wohnen-Lifestyle“, die traditionell Ende Januar zahlreiche Besucher in die Flens-Arena lockt. Dabei ist ihr Produkt nicht leicht zu vermarkten: Mit dem Ruheforst Glücksburg betrifft es die Endlichkeit des menschlichen Seins. Doch sie haben damit Erfolg, denn es ist kein Tabu-Thema mehr. „Und die Messe ist ein richtig guter Termin, um Menschen anzusprechen, die wir sonst nicht erreichen“, betonen sie.

Wie ihnen geht es auch anderen Ausstellern, die an den drei Messetagen 20 788 Besucher erreichten. Die wiederum erlebten einen Mix aus den drei Messethemen, wobei der Bereich Lifestyle stetig zugenommen hat – ein klarer Indikator für die anhaltende Konsumfreude in Deutschland.

Bewährte Anbieter bewarben Hausbaumodelle, Baustoffe und die Optimierung vorhandener Bausubstanz (Dachdecker, Schimmelsanierung) sowie Baufinanzierung und Immobilien. Dänische Designmöbel, Möglichkeiten alternativer Heizung mit Infrarot, aber auch Whirlpools oder Wintergärten bis hin zu einbruchssicheren Fenstern und Alarmanlagen erhöhen den Wohnkomfort. Holzhäuser aus Husum, Übernachtungen in Dänemarks ältestem Hotel von 1581 in Ribe, koreanische Akupressur, Kaminöfen, Sektional-Garagentore und eine zehn Quadratmeter große „Grillkota“ aus Skandinavien vermitteln einen Eindruck der enormen Angebotsvielfalt.

Neu in diesem Jahr: Ein Startup in der Nähe von Elmshorn, das Mobiliar aus alten, aufgearbeiteten Wein- und Whiskyfässern anbietet – in Schleswig-Holstein nicht gerade naheliegend. Zwei junge Leute (Kaufmann und Tischler) können von „UrModern“ jetzt ihre Existenz bestreiten.

Sehr viel leichter haben es da die Anbieter mit Konsumgütern. Beispielsweise Mediterrane Lebensmittel, die Dip-Fee oder ein Weinhandel. Auch Flensburgs größtes Möbelhaus erlebte dies: Es bot einen alkoholfreien Cocktail gegen Messedurst für einen Euro inklusive Glas an. Evelin Maerz und Freundin Heike Heimburger hatten sich in eine der Warteschlangen eingereiht – und genossen einen ‚Green Lady‘ sowie einen ‚Sunrise. „Wir schlendern über die Messe, informieren uns an interessanten Ständen und haben auch Kleinigkeiten gekauft. Außerdem treffen wir hier in angenehmer Atmosphäre nette Menschen“, sagten die beiden Flensburgerinnen.

Eine leicht andere Sicht hatte naturgemäß Barkeeper Nicolai Raig: Allein am Freitag hatte er 280 Cocktails gemixt – und abends einen ausgewachsenen Muskelkater in den Armen. „Am gesamten Wochenende werden es wohl weit über 1000 geschüttelte, nicht gerührte Cocktails sein“, meinte der jobbende Kieler Student der Wirtschafts-Chemie trotzdem lächelnd.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen