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Flensburger Tageblatt

21. Oktober 2017 | 05:08 Uhr

TV-Hit live bei der 22. Hofkultur

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Regionaler Schwerpunkt im Programm / Heute beginnt der Vorverkauf / Hof des Güterbahnhofs erstmals dabei

shz.de von
erstellt am 09.Jun.2016 | 12:05 Uhr

Den Bandnamen kennt kaum jemand: „Choir of Young Believers“. Den Songtitel auch nicht: „Hollow Talk“. Aber das Lied, das kennen Millionen deutscher Fernsehzuschauer. Es ist der Titelsong der erfolgreichen Krimi-Serie „Die Brücke – Transit in den Tod“, deren dritte Staffel gerade im ZDF gelaufen ist. Der Song stammt von der dänischen Band „Choir of Young Believers“, die am 6. August bei der Flensburger Hofkultur auftreten wird.

Das ist ein Novum, denn die Band ist im Nachbarland ziemlich angesagt; ihr erstes Album war 2008 das beste dänische Album des Jahres. Zudem ist der Choir in den USA und England erfolgreich. Mit anderen Worten: für die Hofkultur zu teuer. Gestemmt werden kann so ein Konzert nur in Zusammenarbeit mit dem Kulturträger der dänischen Minderheit, SSF. Im Hof der Duborg-Skolen, wo die Young Believers auftreten, ist Platz für rund 400 Besucher.

Heute um 9 Uhr beginnt der Vorverkauf für die 15 Konzerte und zwei Führungen der 22. Hofkultur, die vom 15. Juli bis 14. August für Kurzweil im Flensburger Sommer sorgen sollen. Im Schnitt kommen rund 4000 Besucher, die Auslastung liege bei nahezu 90 Prozent, schätzen Mareike Hölker und Thomas Frahm vom Flensburger Kulturbüro, von Beginn an zuständig für das erfolgreiche kleine Festival.

Das Programm ist in diesem Jahr auffällig regional geprägt. Gleich am ersten Wochenende spielt die Flensburger Band „Basta Fou“ im Hof des Schifffahrtsmuseum und stellt am Abend des 16. Juli ihre neue CD „Kerzenblau“ vor. Das Sextett um den Sänger, Gitarristen und Songschreiber Mike Pelzer spielt eigene Songs mit deutschen Texten, stilistisch abseits der Schubladen, aber dafür mit viel Verve.

Die Band „Aalkreih“ hat Folk, Country und Rock mit selbst geschriebenen plattdeutschen Texten verquirlt und ist damit recht erfolgreich. Davon kann man sich am 30. Juli im Roten Hof überzeugen. Aus Flensburg und dem Angeliter Hinterland stammen die drei Musiker von „Friedrich Jr.“, die zwischen Chanson und Neo-Folk pendeln und Texte voller norddeutscher Melancholie dichten – zu erleben am 5. August im Hof der Phänomenta.

Erstmals dabei ist der Hof des Güterbahnhofs, Mühlendamm 21 (Einfahrt zum Kühlhaus). Der vom privaten Eigentümer neu gestaltete Hof ist die Kulisse für das Frauentrio „The Shells“ mit den beiden Ex-Flensburgerinnen Birgid Jansen und Milla Kay sowie der Gitarristin Sandra Hemple, seit fast schon Jahrzehnten ein Aushängeschild der bundesdeutschen Jazzszene.

Wichtigste Neuerung ist das Projekt „Aktion +1“. Bei fünf Konzerten – darunter alle vier am Schifffahrtsmuseum – können Käufer eines Tickets ein weiteres zum ermäßigten Preis erwerben, das an einen in Flensburg lebenden Flüchtling weiter gereicht werde, wie Frahm erläuterte. Damit wolle man interessierten Neubürgern die Teilnahme am kulturellen Leben der Stadt ermöglichen.

Unter dem Titel „Atrium incognitum“ führt Flensburgs Denkmalschützer Eiko Wenzel zusammen mit Petuh-Tante Hilke Rudolph das Publikum durch unbekannte Höfe der Flensburger Altstadt. Rudolph wird Wenzels fachkundige Erläuterungen mit den passenden Kommentaren anreichern.

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