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Flensburger Tageblatt

18. August 2017 | 11:16 Uhr

Gelting : Tschernobyl-Kinder kommen im Juni

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Auch in diesem Jahr sorgt der Geltinger Verein „Kinder aus Tschernobyl“ dafür, dass sich Jungen und Mädchen an der Förde erholen können. Für einen Zeitraum von vier Wochen werden noch weitere Gasteltern gesucht.

Vier Wochen Erholung in guter Luft, um die Gesundheit zu stabilisieren: Darum geht es der Geltinger Arbeitsgruppe „Kinder von Tschernobyl“ seit dem folgenschweren Reaktorunglück in Weißrussland 1986. Ab 1991 kamen bereits rund 300 Jungen und Mädchen aus der besonders verstrahlten Region Gomel und der Stadt Kalinkowitschi in den Geltinger Raum, und das soll auch 2014 so sein.

Bei einer Zusammenkunft der 76 Mitglieder zählenden Arbeitsgruppe betonte Vorsitzender Klaus Bösselmann, dass der Aufenthalt in und um Gelting sich ein Jahr lang positiv auf die Gesundheit der Kinder auswirke. Was jedoch sehr viel länger nachwirke, seien die Erlebnisse und Freundschaften – dort wie auch hier. Im vergangenen Jahr kamen acht Kinder aus allen Schichten der Bevölkerung. In diesem Jahr werden neun Kinder im Alter von zehn bis 14 Jahren kommen, für sie haben sich bereits Gasteltern gemeldet – doch es werden noch weitere gesucht. Bösselmann: „Unsere Hilfe ist nach wie vor wichtig.“

Der Zeitraum für den Aufenthalt steht fest: 7. Juni bis 6. Juli. Eine Gruppe wird sich rechtzeitig auf den Weg machen und die Kinder auf dem 1800 Kilometer langen Weg nach Gelting begleiten. Und schon jetzt steht fest, dass in Gelting nicht nur ihre Gesundheit verbessert werden soll, sondern die Kinder auch Land und Leute kennen lernen werden. Dafür sorgt auch diesmal wieder neben den Gasteltern und Sponsoren eine Vielzahl von Helfern, denen der Vorsitzende überaus dankbar ist. Sein Stellvertreter Michael Gildenast, der nach sechsjähriger Vorstandsarbeit nicht wieder für das Amt kandidierte, erinnerte mit Blick auf den vergangenen Sommer an die allgemeine Begeisterung.

Artur Lennart informierte über eine gute Kassenlage, die den neuerlichen Ferienaufenthalt sicherstelle. Damit die Arbeit aber auch in Zukunft fortgesetzt werden kann, sei das Einwerben von Spenden unerlässlich. In dem Guthaben sind auch jene 2800 Euro enthalten, die der befreundete Verein aus Brodersby den Geltingern überlassen hat. Dieser hat seine Arbeit eingestellt, da er keine Gasteltern mehr fand. 2000 Euro sollen verwendet werden, um das Kinderkrankenhaus Kalinkowitschi zu unterstützen. Bei den Wahlen wurde Frank Hylsky (bisher Beisitzer) zum neuen zweiten Vorsitzenden bestimmt; Schriftführerin bleibt Anja Borowski, Beisitzerin Anja Alms. Neuer zweiter Beisitzer ist Marcus Dommel.



>www.kinder-tschernobyl.de, Tel. 04643 / 18283



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erstellt am 26.Feb.2014 | 07:45 Uhr

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