Sport in Flensburg : TSB will Stammsitz erweitern

In die Jahre gekommen: Das Gebäude-Ensemble des TSB (rechts Duburghalle, Mitte Förde-Fitness) soll erweitert, modernisiert und aufgewertet werden.
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In die Jahre gekommen: Das Gebäude-Ensemble des TSB (rechts Duburghalle, Mitte Förde-Fitness) soll erweitert, modernisiert und aufgewertet werden.

Die SG-Handballer bekommen einen Athletikraum als Anbau der Duburghalle. Außerdem soll die Praxis für Physiotherapie vergrößert werden.

shz.de von
15. Januar 2015, 12:00 Uhr

Flensburg | Die Handballer der SG Flensburg-Handewitt sollen mehr für ihre Athletik und ihre Fitness tun. Zum „Eisenbiegen“ und Muskelaufbau gehen sie seit Jahren ins „Förde-Fitness“ unmittelbar neben der Duburghalle, wo sie mit dem Ball trainieren. Doch die Entwicklung der Trainingsmethoden geht weiter, und für die neuesten reicht der Platz nicht mehr aus. Deshalb möchte der TSB als einer der beiden Stammvereine der SG und Eigentümer der Duburghalle diese jetzt um einen großen Athletikraum erweitern.

Doch das ist nicht alles. Der größte Flensburger Sportverein möchte den Gebäudekomplex an der Eckenerstraße insgesamt erneuern und aufwerten. Mit der Vereinsgaststätte, die seit einem Jahr nicht mehr „Junge Harmonie“, sondern „Turner’s“ heißt, wurde bereits der Anfang gemacht, wie der stellvertretende TSB-Vorsitzende Sönke Voss gegenüber dem Tageblatt erläuterte. In einem weiteren Schritt sollen die Räumlichkeiten nach Norden erweitert werden, um mehr Platz für die Praxis der Physiotherapeutinnen zu schaffen. Viel Raum ist dafür nicht vorhanden, da das Terrain nach Norden recht steil zu den Sportplätzen abfällt. „Die Linie der Außenterrasse der Gaststätte ist da die Baugrenze“, so Voss.

Aufgrund der beengten Verhältnisse rund um die Sporthalle muss die Stadt den Bebauungsplan ändern. Denn die vom TSB favorisierte Erweiterung der Halle um den etwa 180 Quadratmeter großen Athletikraum nach Osten liegt außerhalb des bestehenden Bebauungsplans. Heute befasst sich die Ratsversammlung mit dem Thema; da es jedoch im Umwelt- und Planungsausschuss zuvor keine kritischen Stimmen gegeben hat, ist damit zu rechnen, dass der Rat der Änderung zustimmen wird. Das wäre dann aber nur der erste Schritt eines dreistufigen Verfahrens, zu dem auch eine öffentliche Veranstaltung gehört, bei der sich der Bürger informieren und zu Wort melden kann (Termin folgt).

„Es gibt schon eine weit fortgeschrittene Planung unseres Architekten“, sagte Sönke Voss weiter in Sachen Athletikraum, der auf einen dringenden Wunsch von SG-Trainer Ljubomir Vranjes zurückgehe. Der Anbau werde sowohl eine direkte Verbindung zur Duburghalle als auch zum bestehenden Förde-Fitness haben, so dass ein direkter und zudem trockener Weg von der Halle zum Fitness-Zentrum, zur Physiotherapiepraxis, zur TSB-Geschäftsstelle und zur Gaststätte entsteht. Dabei muss dann allerdings ein Höhenunterschied von rund einem Geschoss ausgeglichen werden. Zudem führt östlich der Duburghalle eine fußläufige Verbindung hinunter zur Jens-Due-Straße.

Nach dem Bau des neuen Handball-Internats am Rande des TSB-Areals geht die Entwicklung des Sportgeländes im Norden der Stadt also weiter. Doch auch an seinem zweiten wichtigen Standort wird der Verein aktiv: Morgen werden die Spitzenvertreter des Clubs zusammen mit Bürgermeister Henning Brüggemann und zwei Fachbereichsleitern der Öffentlichkeit berichten, wie und unter welchen Rahmenbedingungen sie eine neue Sporthalle auf dem TSB-Gelände am Schützenhof realisieren wollen. Hier soll Ersatz geschaffen werden für die baufällige Halle an der Reitbahn, die die Stadt von heute auf morgen schließen musste. Das führte zu erheblichen Problemen für den TSB, der hier zahlreiche Sportangebote vorhielt und kurzfristig Alternativen suchen musste.

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