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Trotz steigender Kosten - Eggebeker Kita-Gebühren bleiben stabil

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erstellt am 15.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Eggebek | Kontrovers diskutiert aber letztlich mit deutlicher Mehrheit von der Eggebeker Gemeindevertretung beschlossen wurde, die Gebühren für die Kindertagesstätte in Eggebek beizubehalten. Angeregt wurde, auf Amtsebene eine Anpassung der Gebühren aller vier Kindertagesstätten der Gemeinden des Amtes anzugleichen.

Dabei ging es im Wesentlichen um eine Erhöhung der Gebühren für die Krippenplätze. Die kostenintensive Betreuung wird durch die Elternbeiträge, in Eggebek betragen sie 130 Euro für eine fünfstündige Betreuung, nicht gedeckt. Durch die stetig gestiegene Zahl von Krippenbetreuungen hat sich der von Eggebek zu leistende Eigenanteil für die Kindertagesstätte in den vergangenen sechs Jahren mehr als verdoppelt. Waren im Jahr 2007 noch 117 000 Euro aufzubringen, so beliefen sich die Aufwendungen für die Kindertagesstätte 2012 auf 240 082 Euro. Im Vergleich dazu sind die Elternbeiträge mit jährlich zirka 100 000 Euro weitgehend gleichgeblieben. Auch die Elternbeiträge für die Betreuung der Drei- bis Sechsjährigen liegen mit 112 Euro monatlich für eine fünfstündige Betreuung im Vergleich zu anderen Gemeinden im unteren Segment.

In der Diskussion wurde mehrheitlich durch alle Fraktionen eine Beibehaltung der bisherigen Gebühren befürwortet. Zumindest für dieses Jahr sollte trotz der erheblichen Belastungen für die Gemeinde nicht an der Gebührenschraube gedreht werden. Einzelne Stimmen hielten jedoch bereits jetzt eine in zwei Stufen vorzunehmende Erhöhung, vor allen Dingen im Krippenbereich, für erforderlich, um die Solidarität mit den anderen Gemeinden im Amtsbereich zu wahren und auch die finanzielle Belastung der Gemeinde zu begrenzen. Mit zwei Gegenstimmen und drei Enthaltungen setzten sich die Befürworter der Beitragsstabilität durch.

Die Sanierung und Erweiterung des Kindergartens nähert sich dem Ende. Die meisten Gewerke seien bereits abgeschlossen, erläuterte Bauausschussvorsitzender Thomas Hinrichsen. "Durch die umfangreiche Sanierung sowie den Anbau um eine weitere Krippengruppe bekommen wir einen ganz neu gestalteten Kindergarten." Mit der Einrichtung einer kleinen Mensa sei der Kindergarten baulich für die sich abzeichnende längere Betreuung der Kinder bestens vorbereitet.

Die Baukosten, die ursprünglich auf 710 000 Euro veranschlagt wurden, erhöhten sich während der Ausbauphase auf 740 000 Euro und werden sich durch einen in der letzten Bauphase aufgetretenen Wasserschaden noch einmal leicht erhöhen. Zur Vermeidung zukünftiger Rohrleitungsschäden sind sämtliche wasserführenden Leitungen nach Rücksprache mit der Versicherung oberirdisch verlegt worden. Da für die Krippenerweiterung sowie auch für die energetische Sanierung Zuwendungen in Höhe von insgesamt 465 000 Euro durch die Amtsverwaltung angeworben werden konnten, verbleibt die von der Gemeinde Eggebek zu "stemmende" Eigenleistung von zirka 300 000 Euro. Damit, so Bürgermeister Reinhard Breidenbach, werde Eggebek allen Kindergarten- und Krippenkindern in den nächsten Jahrzehnten einen gut ausgestatteten Betreuungsplatz anbieten können.

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