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Trotz Drohnen-Aus: Verteidigungsminister stärkt Standort Jagel

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erstellt am 07.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Jagel/Berlin | "Unabhängig vom Waffensystem Eurohawk hat die entschiedene Stationierung des Aufklärungsgeschwaders 51 ,Immelmann an den Standorten Jagel und Kropp weiterhin Bestand." Mit diesen Worten endet ein Schreiben von Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière an den CDU-Bundestagsabgeordneten Wolfgang Börnsen, datiert vom 30. Juli 2013. Börnsen hatte sich zuvor - ebenfalls schriftlich - an seinen Parlaments- und Parteikollegen gewandt, um konkrete Aussagen zu den Zukunftsplänen für den Jageler Luftwaffenstandort zu erhalten. Beide Schreiben liegen unserer Redaktion vor.

"Was die über 1700 Soldaten wie auch zivilen Mitarbeiter, aber auch die Repräsentanten und die umliegenden Gemeinden umtreibt, ist besonders die Frage nach der Zukunft des ,Fliegerhorstes Schley, nachdem jetzt die Entscheidung gegen den Eurohawk getroffen worden ist", schrieb Börnsen Ende Juni an de Maizière. Zudem wünschte er sich konkrete Aussagen des Ministers zum Nutzungskonzept des Standortes und zur beruflichen Zukunft der Jageler Soldaten, die bereits für den Einsatz des Eurohawks ausgebildet worden sind.

Bereits am 18. Juni hatte sich Börnsen des Themas angenommen und an einem Treffen mit dem parlamentarischen Staatssekretär Christian Schmidt (CSU) bei den "Immelmännern" teilgenommen. Auch dabei ging es um Zukunftssorgen rund um den Standort, nachdem das Aus für die Aufklärungsdrohne, die in Jagel hätte stationiert werden sollen, feststand. Schmidt betonte damals: Da in Jagel bereits die notwendigen Baumaßnahmen für die Nutzung des Eurohawks geschaffen wurden, spreche zudem vieles dafür, dass ein künftiges unbemanntes Aufklärungssystems ebenfalls dort beheimatet werde. In diese Kerbe schlägt nun auch der Minister: "Aus heutiger Sicht ist die bereits für den Eurohawk errichtete Infrastruktur für andere Systeme/Zwecke nutzbar", heißt es in dem Schreiben.

Auch die Zukunft der knapp 40 für den Eurohawk ausgebildeten Soldaten sieht de Maizière in Jagel. Dieses Personal werde "voraussichtlich zunächst in andere Verwendungen des jeweiligen (Ursprungs-)Werdegangs umgeplant und am Standort eingesetzt werden". Diese Vorgehensweise erfolge in enger Abstimmung mit den betroffenen Soldaten.

"Das ist insgesamt eine bemerkenswerte und für die Region positive Aussage des Ministers", freute sich Börnsen.

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