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Flensburger Tageblatt

26. September 2017 | 13:06 Uhr

Tropfen auf die heißen Steine

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Nur fünf von über 200 Straßen in sehr schlechtem Zustand werden in den kommenden Jahren saniert / 710 000 Euro für den Sandberg

shz.de von
erstellt am 20.Jun.2015 | 08:00 Uhr

Die Lilienstraße muss mit der Note 6 weiter leben. Kaum ein Flensburger weiß, wo sie ist, und den Politikern war ihre Sanierung keine 80  000 Euro wert, weshalb die kleine Lilienstraße aus der Liste der zu sanierenden Straßen gestrichen wurde.

Aber es gibt noch eine ganze Reihe weiterer Straßen, die in einem verheerenden Zustand sind: Jede vierte der über 800 Straßen und Gassen in Flensburg hat eine 5 oder 6! Nur fünf von ihnen hat der Verwaltungsrat des Technischen Betriebszentrums (TBZ) für eine Instandsetzung in naher Zukunft auserkoren: die Kanzleistraße, die Kauslunder Straße, die Swinemünder Straße, den Sandberg und den Walter-Flex-Weg (Westliche Höhe). Letzterer ist ähnlich kurz und unbekannt wie die Lilienstraße (zweigt von der Marienstraße ab), fiel aber nicht dem Rotstift zum Opfer, sondern soll nächstes Jahr für 80  000 Euro saniert werden.

Deutlich teurer wird die Kur bei den bekannteren und bedeutenderen Innenstadtstraßen. So werden die Kosten für den Sandberg (Note 6!) zwischen Heinrichstraße und ehemaliger Schule auf dem Campus auf gut 700  000 Euro geschätzt. Hier soll – nicht zuletzt wegen geringerer Unterhaltungskosten – im Jahr 2016 das Kopfsteinpflaster gegen Asphalt getauscht werden. Mit einem Teil der Steine sollen die Parkbuchten gepflastert werden. Die Gehwege erhalten ein neues Klinkerpflaster.

Nicht weit entfernt wartet die Kanzleistraße sehnlichst auf ein Facelifting. Das wird ihr jetzt für den Abschnitt zwischen Johannismühle und Schulze-Delitzsch-Straße vergönnt, und das wird immerhin fast 600  000 Euro kosten. Da die Stadtwerke hier 2016 ihre Fernwärmeleitung erneuern wollen, muss die Straße ohnehin aufgerissen werden; das TBZ wird, so die Planung, die Stadtwerke mit 70  000 Euro an den Kosten beteiligen.

Wenn Bürger bei Straßenbauarbeiten zur Kasse gebeten werden, gibt es meist Unmut und Ärger, oft auch Klagen. Die Kauslunder Straße zwischen Kreisel Osterallee und Ende der Wohnbebauung hat ebenfalls die Note 6 . Hier gibt es noch nicht einmal eine Regenwasserleitung; die soll aber vermutlich 2017 verlegt werden. „Wenn Anlieger bisher noch nie Erschließungsbeiträge für die Straße bezahlt haben, können sie zu Beiträgen herangezogen werden“, so Ralf Leese vom TBZ. Es werde rechtlich geprüft, ob dies im Fall der Kauslunder Straße möglich ist. Für 2016 sind zunächst nur Planungskosten von 40  000 Euro vorgesehen; gebaut werden soll dann später.

In der Swinemünder Straße wird das Kopfsteinpflaster erneuert; dazu seien Querungshilfen an drei Ausgängen der neuen DRK-Wohnanlage geplant, so Leese, und zwar auf Kosten des DRK.

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