Salondampfer in Flensburg : Torsten Albig zu Besuch: 200.000 Euro für „Alexandras“ neuen Kessel

„Erlebbare Geschichte“ – Albig ist begeistert von der Alexandra.
„Erlebbare Geschichte“ – Albig ist begeistert von der Alexandra.

1908 wurde das historische Dampfschiff getauft – jetzt braucht es einen neuen Kessel. Albig und Spoorendonk sichern Hilfe zu.

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28. Mai 2015, 16:32 Uhr

Flensburg | Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) und Kulturministerin Anke Spoorendonk (SSW) haben am Donnerstag einen Förderbescheid für einen neuen Kessel für den Flensburger Dampfer „Alexandra“ überreicht. 200.000 Euro gehen an das 1908 erbaute Schiff, nach Angaben des Fördervereins das letzte seegehende Passagierdampfschiff Deutschlands. Weitere 90.000 Euro kündigte Spoorendonk an. Insgesamt kostet der Kessel knapp 600.000 Euro.

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„Erlebbare, erfahrbare Geschichte“ vermittele die „Alexandra“, sagte Albig bei einer Rundfahrt auf der Flensburger Förde. Man dürfe die Technik, die seit 1908 funktioniert, nicht verfallen lassen. „Die ,Alexandra‘ ist Teil unseres kulturellen Erbes“, meinte auch Spoorendonk. Das Schiff gehöre nicht nur zu Flensburg, sondern zu Schleswig-Holstein. An ihm ließe sich die technische Entwicklung darstellen.

Albig wirft einen Blick in den Maschinenraum des Dampfers.
dpa
Albig wirft einen Blick in den Maschinenraum des Dampfers.
Das Schiff fährt nach einer bewegten Geschichte heute als Salondampfer auf der Förde. 1908 von Namensgeberin Prinzessin Alexandra zu Schleswig-Holstein-Glücksburg getauft, war es unter anderem Vorpostenboot im Ersten Weltkrieg und Regatta-Begleitschiff bei den Olympischen Spielen 1936 und 1972. Ein Förderverein rettete das Schiff vor dem Verfall. Inzwischen steht es unter Denkmalschutz und wird vom Verein ehrenamtlich betrieben.


Seit 14 Jahren ist Günter Herrmann an Bord dabei. Am Donnerstag war der Kapitän mit seinem Steuermann Klaus Lütte unterwegs. „Kein Motorengeräusch, das ist faszinierend, fast wie Segeln“, lobte er den alten Dampfer. Dass das Schiff heute noch fahrtüchtig ist, „das geht nur, wenn viele Leute den Pinsel in die Hand nehmen“. Die Fahrten mit der „Alexandra“ seien eine besondere Herausforderung. Auf ein Bugstrahlruder etwa, wie Herrmann es von seiner früheren Tätigkeit bei der Wasserschutzpolizei gewohnt ist, muss er hier verzichten.

Günter Herrmann ist seit 14 Jahren Kapitän an Bord der „Alexandra“.
dpa
Günter Herrmann ist seit 14 Jahren Kapitän an Bord der „Alexandra“.

Klaus Lütte gab seine Anweisungen unterdessen durch ein Sprachrohr in den Maschinenraum weiter - „sein Handy“, witzelte Herrmann.

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