Tödlicher Unfall im „Hot Rod“

Ein verheerendes Bild bot sich Polizei und Rettungskräften nach dem Frontalzusammenstoß auf der Husumer Straße.  Fotos: Benjamin Nolte
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Ein verheerendes Bild bot sich Polizei und Rettungskräften nach dem Frontalzusammenstoß auf der Husumer Straße. Fotos: Benjamin Nolte

55-jähriger Flensburger verstirbt nach Kollision auf der Husumer Straße

shz.de von
01. September 2018, 10:12 Uhr

Es sind schnelle Leichtgewichte, die Fahrer nicht gut geschützt. Meist sind sie in Kolonnen unterwegs und sollen so besser als vollwertige Verkehrsteilnehmer wahrgenommen werden. Dennoch sind die so genannten Hot Rods nicht unumstritten. Die Diskussion hat nach einem tödlichen Unfall gestern kurz vor Flensburg-Weiche neue Nahrung bekommen.

Am frühen Abend passierte es: Gegen 18.50 Uhr kollidierte auf der Husumer Straße aus nicht vollständig geklärter Ursache ein Pkw mit einer Gruppe, die in gemieteten Mini-Hot-Rod-Fahrzeugen aus der Flensburger Innenstadt in Richtung Weiche unterwegs war. Ein Mensch kam dabei ums Leben.

Nach Angaben eines Sprechers der Rettungsleitstelle in Harrislee handelt es sich um einen 55-jährigen Flensburger, der in Höhe des ehemaligen Motorola-Gebäudes nahe der Straße Sophienhof ein riskantes Überholmanöver wagte. Dabei sei er in den Gegenverkehr geraten. Bei dem Zusammenstoß mit einem silberfarbenen Pkw wurde der Mann in seinem kleinen Fahrzeug eingeklemmt. Er verstarb noch am Unfallort, bestätigte der Sprecher. Offenbar konnte der obligatorische Helm den Fahrer vor seinen schweren Verletzungen nicht bewahren. Es habe bei der Karambolage glücklicherweise keine Verletzten gegeben.

Ein Großaufgebot an Rettungskräften kam zum Einsatz. Insgesamt soll die Gruppe aus 13 Fahrzeugen, bestanden haben, von denen mehrere beschädigt wurden oder im Straßengraben landeten. Die Staatsanwaltschaft hat den Unfallort beschlagnahmt und wird einen Sachverständigen hinzuziehen. Die weiteren Insassen der Mini-Hot-Rods wurden von Rettungsdienst und Seelsorgern betreut.

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