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Zugunfall zwischen Flensburg und Kiel : Tödlicher Unfall an Bahnübergang in Süderbrarup - Ursache noch unklar

vom
Aus der Onlineredaktion

Der Unfall geschah an einem unbeschrankten Bahnübergang. Ein 18-Jähriger kam ums Leben.

Nach dem tödlichen Unfall in Süderbrarup (Kreis Schleswig-Flensburg) hat die Polizei mit den Ermittlungen begonnen. Am Donnerstag lagen zunächst keine Informationen zur Ursache des Zusammenstoßes vor, wie ein Sprecher der Bundespolizeidirektion Flensburg sagte.

Auf der Bahnstrecke zwischen Flensburg und Kiel hatte es am frühen Mittwochabend einen schweren Unfall gegeben. Wie die Bundespolizei auf Anfrage von shz.de bestätigte, war am unbeschrankten Bahnübergang Heidbergweg ein Auto mit einem Zug zusammengestoßen. Laut Bundespolizei-Sprecher Hanspeter Schwartz kam ein 18-jähriger Insasse des Autos ums Leben, zwei weitere (19 und 21 Jahre alt) wurden schwer verletzt.

Der Zugführer habe das Auto aus der Ferne sehen können und versucht, den Fahrer zu warnen. Beide Fahrzeuge bremsten daraufhin, und das Auto wurde voll erfasst. Die Retter fanden es 40 Meter von der Unfallstelle entfernt. Einer der Schwerverletzten wurde mit einem Hubschrauber in die Klinik nach Kiel geflogen, der andere wurde mit einem Rettungswagen nach Flensburg gebracht. Der Zugführer habe einen Schock erlitten, die 60 Zug-Reisenden wurden nach Auskunft von Schwartz nicht verletzt.

Viele Rettungskräfte waren am Abend an der Bahnstrecke in Süderbrarup im Einsatz.
Viele Rettungskräfte waren am Abend an der Bahnstrecke in Süderbrarup im Einsatz. Foto: Karsten Sörensen
 

Der Zugverkehr war ab etwa 17.45 Uhr für etwa zwei Stunden auf der eingleisigen Strecke unterbrochen. Die Reisenden wurden noch mit dem Unfallzug nach Süderbrarup gebracht, von dort aus fuhren sie mit Bussen weiter.

Diskussion über unbeschrankte Bahnübergänge

Der Bahnübergang ist ein Unfallschwerpunkt. Am 27. Mai 2012 überlebte die Fahrerin des Opel Astras den Zusammenstoß mit der Regionalbahn mit leichteren Verletzungen.
Der Bahnübergang ist ein Unfallschwerpunkt. Am 27. Mai 2012 überlebte die Fahrerin des Opel Astras den Zusammenstoß mit der Regionalbahn mit leichteren Verletzungen. Foto: Karsten Schröder
 

Der Unfall am Mittwoch ist nicht der erste an diesem unbeschrankten Bahnübergang in Süderbrarup: Schon 2012 kam es dort zu einem Zwischenfall, die Autofahrerin konnte jedoch gerade noch rechtzeitig bremsen. Ihr geschah nichts, obwohl die Motorhaube ihres Autos erfasst wurde.

Unter anderem dieser Unfall hatte die Diskussion über unbeschrankte Bahnübergänge in Schleswig-Holstein wieder neu entfacht (eine Liste schwerer Unfälle finden Sie hier). Immer wieder fordern Bürger und Verkehrsverbände, die nur mit Andreaskreuz gekennzeichneten Übergänge besser zu sichern.

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<p>Anna-Kathrin Gellner</p> von
erstellt am 29.Dez.2016 | 13:05 Uhr

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