zur Navigation springen

20-Jähriger erstochen : Tödliche Attacke in Flensburg: Polizei ermittelt gegen zwei weitere Männer

vom

Der mutmaßliche Täter ist in Untersuchungshaft. Doch er soll nicht allein für dem Tod eines 20-Jährigen verantwortlich sein.

shz.de von
erstellt am 18.Apr.2017 | 15:28 Uhr

Flensburg | Flensburg steht nach der tödlichen Messerattacke auf einen 20-Jährigen weiter unter Schock. Zwei Tage nach Tat in Flensburg-Klues geben die Staatsanwaltschaft Flensburg und die Mordkommission erste Ergebnisse zu den Ermittlungen bekannt. Während gegen den mutmaßlichen Messerstecher Haftbefehl wegen Verdacht des Totschlags erlassen wurde, wird auch noch gegen zwei andere Männer ermittelt.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde der 20-Jährige von einem Gleichaltrigen nach einem Streit in einer Bar an der Schiffbrücke nach Hause verfolgt. Dort stach ihn sein Verfolger nieder. Das Opfer starb im Krankenhaus an seinen inneren Verletzungen. Die 19 Jahre alte Freundin des Toten erlebte die Tat hautnah mit und erklärte gegenüber dem Flensburger Tageblatts, wie es soweit kommen konnte.

Die Polizei prüft nun, ob der mutmaßliche Täter Unterstützer hatte. Er war in Begleitung eines anderen jungen Mannes zum Haus des Opfers gefahren. „Inwieweit der am ursprünglichen Streit mit dem späteren Opfer an der Schiffbrücke involvierte Mann an dem Tötungsdelikt beteiligt war, ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Dringende Gründe dafür, dass dieser dem Opfer vor seinem Wohnhaus die Messerstiche zufügte oder anderweitig körperlich auf den Getöteten einwirkte, bestehen derzeit nicht“, heißt es dazu von der Polizei.

Außerdem werde noch gegen einen dritten Mann ermittelt, der die beiden anderen Beschuldigten in die unmittelbare Nähe des Tatorts gefahren haben soll. „Da dieser junge Mann nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen lediglich damit gerechnet haben soll, dass die beiden anderen Personen das Opfer gemeinsam schlagen, dessen Tötung jedoch nicht ahnte, besteht laut Polizei lediglich der Verdacht der Beihilfe zu einem Körperverletzungsdelikt.

Die Polizei ruft im Rahmen der Ermittlungen die Bevölkerung dazu auf, sich nicht an der Verbreitung von Gerüchten zu beteiligen: „Der tragische und viel zu frühe Tod des jungen Mannes hat dazu geführt, dass zum Teil abstruse Gerüchte - insbesondere in den sozialen Medien - die Runde machen. Die Polizei bittet dringend darum, diesen Gerüchten keinen Glauben zu schenken und sie nicht weiterzuverbreiten und vor allem die Stimmung nicht weiter aufzuheizen.

Sachdienliche Hinweise zu dem Fall und zu dessen Hintergründen nehme die Polizei gerne direkt entgegen.

Blaulichtmonitor

Was ist der Blaulichtmonitor?

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert