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Unglücksfall in Flensburg : Tod im Kühlhaus: Alle Feiern vorläufig abgesagt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das Team der Kulturwerkstatt ist geschockt - und sucht einen Weg für die weitere Arbeit.

shz.de von
erstellt am 23.Dez.2016 | 07:00 Uhr

Flensburg | Es war ein schrecklicher Unfall – und die gesamte Belegschaft der Kulturwerkstatt Kühlhaus steht auch knapp eine Woche danach noch immer unter Schock. Eine Besucherin war in der Nacht zum vergangenen Sonntag während einer Tanzparty so unglücklich gestürzt, dass sie ihren Verletzungen wenig später erlag. Das Unglück ereignete sich um kurz vor Mitternacht auf der Treppe im Inneren des Gebäudes, die zu den sanitären Anlagen hinunter führt.

Geschäftsführer Harald Smorra hat umgehend darauf reagiert. Auf der Homepage des Kühlhauses lässt er verlauten, dass „aufgrund des tragischen Unglücks in unserem Haus in der Nacht vom 17. auf den 18. Dezember“ das Programm erst einmal ausgesetzt werde. „Unter den gegebenen Umständen können wir weder den Kühlhaus-Geburtstag am 25.12. noch Silvester am 31.12. feiern.“

Gegenüber dem sh:z erklärte Smorra, dass man derzeit keinen Anlass sehe zu feiern, auch wenn es sich um den 23. Geburtstag handele. „Das wäre pietätlos. Man kann nicht weitermachen, als ob nichts passiert wäre. Wir sind alle tief betroffen.“

Die Flensburger Kripo erklärte, dass bei dem Vorfall keinerlei Hinweise auf Fremdverschulden vorlägen. Auch andere äußere Umstände seien für den Sturz nicht ursächlich gewesen. Es habe sich nach Befragung mehrerer Zeugen zweifelsfrei um einen Unfall der 45-Jährigen gehandelt.

Verwaltungssprecher Clemens Teschendorf bekräftigte: „Wir haben die vorläufige Schließung nicht veranlasst. Es war die freie Entscheidung des Veranstalters.“ Mit der Stadt pflegt das Kühlhaus ein gutes und vertrauensvolles Verhältnis. Erst kürzlich war die Leistungsvereinbarung zwischen Stadt und Kulturzentrum verlängert worden. Der Zuschuss wurde um 10.000 auf etwa 75.000 Euro jährlich aufgestockt. „Mit Teilen des Gewinns“, so Harald Smorra, „unterstützen wie gemeinnützige Zwecke.“

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