10 Jahre : Theaterschule: Vorhang auf für das große Jubiläum

Tag der offenen Tür am 21. Juni mit Kostproben, Workshops und Feierstunde

shz.de von
05. Juni 2014, 11:46 Uhr

Vor allem Filmfreunde und leidenschaftliche Kinogänger erinnern sich noch an das Palast-Theater an der Ecke Bismarckstraße / Adelbyer Kirchenweg. Doch Zelluloid-Ära ist hier schon längst vorbei. Vor fast genau zehn Jahren ging in dem Eckgebäude die Theaterschule Flensburg an den Start. Am 21. Juni feiert sie mit einem Tag der offenen Tür ihr rundes Jubiläum.

Schon eine Woche vorher kann man sich ein Bild von der Arbeit der Schule machen. Der Reigen der Werkschauen des laufenden Schuljahres beginnt am 14. Juni um 19 Uhr mit der Szenenfolge „Was soll ich denn jetzt machen?“ für Mädchen von 10 bis 13 Jahren (auch 15. Juni 17 Uhr). An jedem der folgenden Wochenenden präsentieren andere Kurse der Theaterschule die Früchte ihrer Arbeit.

Mit 31 Schülern hat es im Jahr 2004 begonnen, schon ein Jahr später waren es 100. „Wir haben jedes Jahr deutlich über 100 Schüler“, sagt Klaus Esch, seit 2008 Leiter der Theaterschule. Insgesamt gab es seit Gründung der Schule 1084 Teilnehmer an den verschiedenen Kursen. Gastprojekte wie die regelmäßigen Kurse der Käte-Lassen-Schule oder seit Musicalkurs Brunnier, die beide als Mieter hier aktiv sind, sind nicht mitgezählt.

Die Theaterschule wurde vom Gründungsvorstand der Pogge-van-Ranken-Stiftung, Joachim Schlüter, ins Leben gerufen. Sie war neben dem Schultheaterwettbewerb und den Stipendien für junge Schauspieltalente eines von drei Standbeinen der Stiftung. Später hat sich die Stiftung weitgehend aus dem Betrieb der Schule entfernt.

Die Honorare für die Dozenten werden heute aus den Kursus-Gebühren der Schüler finanziert. Die Faustregel besagt, dass man für einen Dozenten zehn Schüler benötigt. Die Kosten für das Haus hingegen tragen Sponsoren, darunter Thomas Liebelt, die Pressestiftung Flensburg, die Nospa, die Kanzlei Hoeck-Schlüter-Vaagt sowie Carsten Ribbrock und Doris Hansen-Schlüter. Sie sprangen schon vor Jahren ein, als sich zeigte, dass das ursprüngliche Finanzierungskonzept für das große Gebäude mit Foyer, zwei Sälen und Nebenräumen nicht tragfähig war. „Junge Menschen zu fördern macht besondere Freude“, sagt Thomas Liebelt als Begründung für sein finanzielles Engagement.

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