Robbie Williams Double in Flensburg : „The Rob Show“: Entertainer in Perfektion

Wie 2003 in Knebworth: Michel Nitschke alias Robbie Williams mit großem Kino am Sonnabend open air im Glücksburger Schlosshof.
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Wie 2003 in Knebworth: Michel Nitschke alias Robbie Williams mit großem Kino am Sonnabend open air im Glücksburger Schlosshof.

Michael Nitschke und Band begeistern mit The Rob Show im Glücksburger Schlosshof

shz.de von
06. Juli 2015, 07:56 Uhr

Im Schlosshof von Glücksburg kniete Andreas Fahnert (Flensburgs bekannter Musikproduzent und Songschreiber) vor Michel Nitschke nieder: „Das war die beste musikalische Performance, die ich jemals in Flensburg gesehen habe.“ Fast zwei Stunden lang hatte Michel Nitschke als perfektes Robbie-Williams-Double die Highlights des berühmten Konzertes von 2003 in Knebworth (England) gesungen, getanzt, gemimt und das Publikum zu Begeisterungsstürmen hingerissen.

„Let me entertain you“, schrie er in die laue Sommernacht und: „You will see the best show in the world tonight“ – und das war nicht zu viel versprochen. In sehr gutem britischen Englisch scherzte „Robbie“ mit dem Publikum, animierte zum Mitsingen, mischte sich unter die Menge und blieb konsequent sprachlich und mit der typischen Robbie-Williams-Gestik in seiner Rolle. „ I’m a story-teller“, sagte „Rob“, setzte sich lässig zwischen die Musiker, zündete sich eine Zigarette an, erzählte Geschichten aus Las Vegas und über seinen eigenen Lieblingssong.

Immer wieder lief er von der verlängerten Vorderbühne zur Band in den Hintergrund zurück, ließ sie Refrains wiederholen, kopierte den Drummer, lobte den Pianomann – Robbie hatte alle im Griff. Dabei bestand die Band aus den besten Musikern der Flensburger Szene: Gitarrist Frank Grube (Ideengeber der Rob-Show), Erhard Albrecht (Bass), Jan Molge (Drums), Michael Schmidt (Piano), Bernhard Hüper (Keyboard). Die Musiker produzierten einen so komplexen Sound, dass die Brass-Sektion, die im Originalkonzert zu hören ist, nicht vermisst wurde.

Einen großen Anteil am Riesenerfolg des Konzertes hatte der Backgroundchor: Kiki Wolff, Catrin Urner und Marc Hüneke alias Mark Owen. In „Relight my fire“ kam Marc auf die Vorderbühne, sang und tanzte mit „Rob“ vor dem textsicheren Publikum. Kiki Wolff resümierte: „Eineinhalb Jahre haben wir daran gearbeitet und geprobt, wir waren jetzt alle heiß auf den Auftritt.“

Vier hübsche blonde Tänzerinnen von der Flensburger „Tangothek“ begleiteten ausgewählte Hits mit exakt einstudierten Choreografien. Sie tanzten mit, neben und um „Robbie“ herum und interpretierten Textzeilen durch Körpersprache.

Gänsehautfeeling pur erzeugten die Hits „Feel“ und „Kids“, bei der sein Double Michel auch in den schwierigsten und höchsten Gesangspassagen jeden Ton punktgenau traf.

Beim sechzehnten und letzten Hit des Abends „Angels“ war die Illusion, den echten Robbie Williams zu erleben, perfekt: Background, Publikum und Sänger bildeten eine Einheit, die Band spielte ein fulminantes Outro, die Begeisterung der Menge endete in „Zugabe“-Rufen. Die gab es: „Relight my fire“ wurde ein Feuerwerk aus Rhythmus, Gesang und Tanz, und „Let me entertain you“ die Vollendung eines mitreißenden Konzerts in einer warmen Sommernacht im Schlosshof von Glücksburg.

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