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Flensburger Autorentreff : Texte aus der Mitte des Lebens

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ausverkauftes Haus bei der Lesung des Flensburger Autorentreffs in der Bergmühle / Noch drei Veranstaltungen in diesem Jahr

shz.de von
erstellt am 20.Okt.2013 | 17:57 Uhr

Was sie verbindet, ist die Liebe zum Schreiben. Was sie voneinander unterscheidet: die Art zu schreiben. Neun von aktuell 21 Mitgliedern des Flensburger Autorentreffs lasen am Sonnabend in der Bergmühle eigene Texte. Dabei ging es äußerst vielseitig zu, denn der Abend stand unter keinem Motto und wurde bereichert durch Musik (Schlager von Marlene Benken) und durch Bilder (Birgit Jendrossek-Rasmussen und Wolfgang Dutschke).

Jürgen Hargens las einen nachdenklich stimmenden Text über Trauerbewältigung. Sigrid Dobat entzückte mit einer kunstvollen Kurzgeschichte über eine Beziehungsanbahnung mit gelbem Kleid, das schwarze Käfer magisch anzog. Passend zu ihrer Geschichte trug die pensionierte Lehrerin ein gelbes Kleid mit einem schwarzen Anstecker am Ausschnitt.

Anett Arnold, mit 25 Jahren die Jüngste der Truppe, versetzte sich in ihrem ungewöhnlichen Text in einen Vogelschwarm bei Nacht. Verblüffende wie tragisch-erschütternde Begebenheiten schilderten Frauke Lind und Jutta Dethlefsen. Die Geschichte einer bösartigen alten Frau erzählte klug Sibylle Walter. Witzig-originell war der Text von Ulrich Borchers über einen liebeskranken Tankstellen-Jobber, der auf die Angebetete wartet. Fragen aus dem Rentnerleben beantwortete amüsant Lilian Grzesiak und ebenfalls humorvoll und bühnenreif war das Zwiegespräch zwischen der Kopf- und der Bauchstimme von Angela Dumrath über eine nach ihrer „inneren Mitte“ beziehungsweuse „anderen Hälfte“ strebenden Frau. In der Pause gab es Gelegenheit, mit den Hobbyautoren ins Gespräch über den Traum vom eigenen Buch zu kommen. So erzählten Hargens und Dobat, dass sie ihre ersten Roman auf eigene Kosten drucken ließen. Andere wie Dumrath und Borchers veröffentlichten bisher nur e-books, weil hierfür die Kosten geringer sind. Nur einer aus der Autorengruppe gelang es bisher, einen zahlenden Verlag zu finden: Helga Gutowski-Krüger veröffentlichte in diesem Jahr ein Kinderbuch im Rowohlt-Verlag.

Wichtig für die Resonanz des kreativen Schaffens sind für die Autoren die Lesungen. Die Freude ist groß, wenn die 70 Karten wie jetzt in der Bergmühle gleich alle verkauft werden. 2013 gibt es noch drei Veranstaltungen: am 14. November im Planetarium, am 30. November bei Johannsen-Rum und am 8. Dezember bei Nordern Art.

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