Telefonisten gesucht: Perry & Knorr bleiben im Gespräch

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22. September 2009, 06:32 Uhr

Flensburg | Neuigkeiten bei Perry & Knorr: Manager Tord Kasten sieht das Flensburger Callcenter wieder im Aufwind. Nach den zahlreichen Entlassungen der vergangenen Monate will das Unternehmen jetzt 30 neue Mitarbeiter einstellen.

Allein im Juni dieses Jahres waren in den Großraumbüros in der Walzenmühle rund 90 Arbeitsplätze weggefallen. Als eine der Hauptursachen nannte die Unternehmensführung damals den Verlust des wichtigen Kunden freenet.de. Von rund 270 Arbeitsplätzen im Mai seien heute allerdings nur noch rund 160 übrig - doch jetzt sollen sich die Schreibtische wieder füllen.

"In den letzten drei Monaten konnten wir neue Kunden aquirieren", begründet Kasten den aktuellen Auftrieb. Zu den neuen Auftraggebern zählen offenbar zwei Energie-Anbieter nebst einem großen Telekommunikationsunternehmen. Allerdings mangelt es Perry & Knorr bislang an Bewerbern um die neuen Jobs.

Mit einem Tag der offenen Tür will das Unternehmen jetzt Abhilfe schaffen. "Natürlich darf auch jeder zu uns kommen, der einfach nur neugierig ist", sagt Kasten. Am 24. September lädt das Unternehmen zwischen 10 und 18 Uhr zu Führungen durch die Büros ein, Besucher dürfen den Agenten beim Telefonieren lauschen und sie mit Fragen löchern. Zum Beispiel zum Thema Stundenlohn.

"Natürlich gehört unsere Branche nicht zum Hochlohnsektor", merkt Tord Kasten an. Der Grundlohn pro Stunde betrage zwischen 6,50 und 7 Euro. Je nach Erfolgsquote könnten sich die Telefonisten noch Provisionen erarbeiten. Ein erfolgreicher Vollzeit-Agent verdiene bei Perry & Knorr, zu deren Kunden auch Beate Uhse zählt, bis zu 1600 Euro brutto.

Die 30 neuen Stellen sollen im sogenannten "Outbound-Bereich" entstehen. Das heißt, dass die neuen Telefonisten selbst zum Hörer greifen, um bereits bestehenden Kunden Vertragsverlängerungen vorzuschlagen - oder zusätzliche Kaufangebote zu unterbreiten.

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