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Müller und Abwasser in Flensburg : TBZ: Gebühren runter, Gewinn rauf

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Obwohl das Technische Betriebszentrum bei Restmüll, Abwasser und Straßenreinigung günstiger wurde, steigt das Jahresergebnis leicht.

Am Ende waren es 13 Euro Entlastung, die für ein durchschnittliches Einfamilienhaus in Flensburg heraussprangen: Das Technische Betriebszentrum (TBZ) hatte die Straßenreinigungsgebühr zum Jahreswechsel um 2,7 Prozent, die Schmutzwassergebühr um 2,4 Prozent und die Kosten für Restmüll um 4,3 Prozent zurückgenommen. Damit liegen die Gebühren für Abfall, Abwasser und Straßenreinigung in diesen Jahr unter dem Wert von 2014 (vgl. Tabelle).

Erstaunlich – und für das TBZ der Stadt erfreulich, dass der Gewinn gegenüber dem Vorjahr noch einmal leicht auf 2,197 Millionen Euro gesteigert wurde. Davon gehen 440  000 Euro als Konsolidierungsbeitrag an die Stadt ( rund 3,5 Prozent Zinsen auf 12,5 Millionen Euro Stammkapital) – plus 160  000 Euro für das Sondervermögen Infrastruktur. Die restlichen 1,6 Millionen Euro bleiben als Gewinnvortrag im TBZ – für die nächsten Investitionen.

Denn den Rekordgewinn von 2,197 Millionen Euro (2016: 2,116; 2015: 0,681) erwirtschaftete die Stadttochter mit ihren rund 500 Mitarbeitern an der Schleswiger Straße bei gleichzeitig steigendem Investitionsvolumen von 8,1 Millionen Euro. Die Hälfte davon floss in die Kanalsanierung. Außerdem erneuerte das Team um Geschäftsführer Heiko Ewen und den kaufmännischen Leiter Hermann Ossowski den TBZ-Fuhrpark um einen Müllwagen, einen Kombispüler, eine Großkehrmaschine, zwei Kleinkehrmaschinen sowie einen Hubsteiger: „Allein ein Müllwagen kostet rund 250  000 Euro“, verriet Ewen.

Verwaltungsratsvorsitzender Arne Rüstemeier, der mit seinem Gremienkollegen gestern Abend den TBZ-Jahresabschluss beriet, erinnerte an das Label „Deutschlands günstigste Müllabfuhr“, das sich das TBZ im vergangenen Jahr verdient hatte. Man habe auf zehn Jahre einen guten Entsorgungsvertrag ausgehandelt, erklärte Heiko Ewen dazu: „Er läuft erst in sieben Jahren aus.“ Hoffnung auf weiter sinkende Abfallgebühren machten Ewen, Ossowski und Rüstemeier nicht: „Wir werden sie nicht weiter senken können. Das funktioniert nicht.“ Eine Anhebung indes wollte Ewen lediglich bei der eher geringen Gebühr für Niederschlagswasser in nächster Zeit nicht ausschließen.

Von den Umsatzerlösen von 44,3 Millionen Euro würden mehr als die Hälfte als Gebühren für Entwässerung (rund 13 Millionen Euro), Müll (rund sechs Millionen) und Stadtbildpflege (Straßenreinigung und Winterdienst, rund drei Millionen) eingenommen. Rund 14 Millionen zahlt die Stadt Flensburg für Straßenunterhaltung, Tiefbau, Gebäudereinigung, Spielplatzkontrolle und Grünflächenpflege.

Fast ein Drittel der 500 TBZ-Mitarbeiter (150) ist in der Bebäudereinigung von Schulen, Kitas und anderen städtischen Immobilien beschäftigt, weitere Schwerpunkte sind Entwässerung (77), Straßenreinigung (55), Müllabfuhr (55, mit Recyclinghöfen 67).

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erstellt am 18.Mai.2017 | 06:14 Uhr

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