Flensburger Tummelum : Tausende tummelten sich in der Stadt

„Amazing Grace“: Ein musikalisches Ständchen von 725 Musikschülern zum Jubiläum der Stadt. Und das Publikum sang mit.
„Amazing Grace“: Ein musikalisches Ständchen von 725 Musikschülern zum Jubiläum der Stadt. Und das Publikum sang mit.

Drei tolle Tage: Flensburg feierte sein 12. Tummelum mit viel Musik, und die Veranstalter zogen gestern ein überaus positives Fazit - Wiederholung angedacht.

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15. Juni 2009, 12:01 Uhr

Flensburg | "Mehr an Publikum ging nicht", freute sich Organisator Michael Reinhardt. Und Jens Drews stimmte als Vertreter der Innenstadt-Kaufleute ein, er habe in den letzten zehn Jahren nicht so viel Bewegung in der Stadt erlebt. "Für mich waren es gefühlte 200000 Menschen, die sich in der Fußgängerzone tummelten", sagte Drews.

Musik erklang aus allen Ecken. Auf vier Bühnen demonstrierte Flensburg seine musikalische Bandbreite - vom HipHop über Jazz und Rock bis hin zum Volkslied. Eine logistische Herausforderung. Aber koordiniert von Frank Weiner, lief das Programm, an dem insgesamt 400 Musiker beteiligt waren, wie am Schnürchen. Ausnahmen waren die Auftritte von Jim Pansen und das vielstimmige, von den Flensburger Musikschulen intonierte "Amazing Grace", die, als sie laut Plan eigentlich beginnen sollten, schon beendet waren. Weiner: "Das tut uns leid, war aber nicht zu verhindern."
Fest ohne Ausschreitungen
Obwohl bis weit in die Nacht gefeiert wurde, verzeichnete das Ordnungsamt keine Lärmbeschwerden, auch die Polizei zeigte sich mit dem Ablauf zufrieden. Petra Mammach von der Einsatzleitstelle: "Es war ein friedliches Fest, keine Ausschreitungen, keine Alkoholleichen."

Wie viele Kilometer, wie viele Wanderwege sind den Gästen zuzumuten? Wie viel Festzone verträgt die Stadt? Michael Reinhardt ist davon überzeugt, mit dem jetzt abgesteckten Rahmen die richtige Größenordnung gefunden zu haben. Der Hafenbereich soll auch künftig nicht mit einbezogen werden. "Dieses Fest gehört in die Innenstadt", sagte Reinhardt. Wovon die Geschäftsleute kräftig profitierten. Jens Drews verzeichnete in seinem Optikergeschäft den größten Umsatz seit Bestehen. Anderen sei es ähnlich gegangen. Er kritisierte allerdings die einseitige Belastung durch Stände und Buden. Darüber hinaus gebe es zu wenig Versorgungsstationen. Und die viel kritisierte Sondernutzungssatzung bewirke, dass "die Zeit für Hüpfburgen und Streichelzoos" zwischen den Bühnen" nun vorbei sei.

Unterm Strich aber war das Fest - auch durch das starke Interesse von Touristen und Tageausflüglern - allerfeinste Werbung für Flensburg. Sowohl in kultureller als auch in kaufmännischer Hinsicht. Und Drews versprach: "Ich werde alles dafür tun, dass es in zwei Jahren eine Neuauflage geben wird."

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