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Pfingstwochenende : Tausende Besucher auf Kunsthandwerker-Märkten

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Gut Oestergaard geriet an seine Kapazitätsgrenze. Rund 150 Aussteller lockten nach Süderschmedeby.

Hochwertiges Kunsthandwerk – dafür stehen sowohl der Pfingstmarkt auf Gut Oestergaard als auch der Norddeutsche Kunsthandwerkermarkt in Süderschmedeby. Beide lockten an diesem Wochenende tausende Besucher an. Ein wenig Kunsthandwerk gab es in Wallsbüll auch. Allerdings stand bei „Open Thor“ das Wikingererlebnis im Vordergrund.

Gut Oestergaard

Über 10  000 Besucher konnten die Veranstalter von Sonnabend bis Pfingstmontag auf Gut Oestergaard in Steinberg begrüßen. „Im elften Veranstaltungsjahr sind wir an unseren Kapazitätsgrenzen angelangt“, berichtet Jörg Lempelius angesichts nicht abreißender Autoschlangen, die von der Nordstraße zum Gut abbogen.

Die Aussteller waren zufrieden, die Besucher interessiert und bereit, für die teilweise einmaligen Stücke auch ihre Geldbörse zu öffnen. „In Zukunft werden wir noch stärker auf die Qualität und die Besonderheit der Aussteller achten“, versprach Lempelius. Das Angebot sei vorhanden. Zu den 150 Ausstellern aus ganz Deutschland kamen noch einmal 100 Bewerber, die nicht berücksichtigt werden konnten. „Ein toller Markt mit interessanten Ausstellern und einer guten Organisation", schwärmen Monika und Günter Thierbach aus Niebüll. „Wir holen uns hier Anregungen“, berichten Monika und Kai Hansen aus Sörup.

Süderschmedeby

Viele Töpfer und Schmuckhersteller auf dem Kunsthandwerkermarkt in Süderschmedeby hätten es bestimmt nicht gerne, wenn Besucher beim Anblick ihrer Handwerks kichern. Doch eine Künstlerin gab es, die Lachen und Kichern beim Anblick ihrer Werke in helle Freude versetzte: Christiane Wohlt. Sie bot an einem winzigen Stand Nixenfiguren an – kleine erotische Wunderwerke mit Schmollmündern, kleinen dicken Pos und Bäuchen und kecken nackten Brüsten. Wie macht die Künstlerin das nur, wie verleiht sie ihren Figuren so viel Ausstrahlung? Wer es wissen wollte, dem erzählte es die Künstlerin gern. „Tschüss, meine Liebe,“ sagte Christiane Wohlt, wenn sie eine der Nixen für einen Kunden vorsichtig in ein Papiertütchen setzte, „nicht doll drücken“.

Der Tag mit dem größten Publikumsandrang war wieder der Sonntag. Nicht nur viele der rund 150 Aussteller, auch Besucher nehmen traditionell weite Fahrten in Kauf, um „ihren“ Kunsthandwerkermarkt zu besuchen, dessen Organisation auch in diesem Jahr Thordis Seiffert-Hansen und Christian Seiffert leiteten. Für spontane Käufe stand ein „Zaster-Laster“ auf der Wiese, und an immer mehr Ständen können die Besucher inzwischen mit EC-Karte zahlen.

Valsgaard

Kaum waren die Tore geöffnet, strömten die Besucher bereits in Scharen in die wikingerzeitliche Hofanlage Valsgaard. „Open Thor“ erwies sich als Anziehungspunkt für Groß und Klein. Während die Älteren beim Rundgang durch die detailgetreu ausgestatteten Häuser viel über die frühmittelalterliche Geschichte erfuhren, nutzten die Jüngsten die Gelegenheit, selbst kleine Töpferschalen anzufertigen oder am Lagerfeuer Stockbrot zu backen. Die Vereinsmitglieder hatten alle Hände voll zu tun, mit Eintopf und Wildschwein-Bratwurst für das leibliche Wohl zu sorgen, oder die Besucher zum Nägel einschlagen zu animieren. Kulinarisches und Handwerkliches gab es auf dem Händlermarkt am Sportplatz.
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