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Tauchaktion: Polizei geht Verbrechen auf den Grund

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Sechs Taucher der Eutiner Hundertschaft haben gestern Pistole, Tresor und andere Dinge an Land geholt

shz.de von
erstellt am 11.Feb.2014 | 14:07 Uhr

Jens Albert staunt nicht schlecht, als er sieht, was die sechs Polizeitaucher der Eutiner Einsatzhundertschaft alles vom Grund des Hafenbeckens an Land holen: Neben Fahrrädern, Einkaufswagen und einem Tresor mit drei aufgebrochenen Geldkassetten finden die Taucher eine zwei Meter lange Metallplatte aus Edelstahl. „Das ist besonders kurios, denn bei der Platte handelt es sich um den Buchstaben ,O‘ des Kunstobjektes der Phänomenta vom Parkplatz am Nordertorkai“, berichtet der Pressesprecher der Wasserschutzpolizei.

Jedes Jahr tauchen Alberts Kollegen aus Ostholstein an mehreren Terminen den Hafengrund nach weggeworfenem Diebesgut und möglichen Fundsachen ab. Die Wasserschutzpolizei verfüge in Flensburg über keine eigenen Taucher. „Wir erhoffen uns von den geborgenen Gegenständen Hinweise, die zur Aufklärung von Straftaten beitragen können“, erklärt Albert. Ob dies auch auf eine von den Tauchern gefundene Pistole zutrifft, sei noch offen. „Wir gehen davon aus, dass es sich um eine Soft-Air-Waffe handelt.“

75 Minuten lang suchen die Taucher das Gebiet zwischen Fördebrücke und den Fahrzeugwerken Nord jeweils in Nähe der Kaimauer bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel ab. „Heute spielt das Wetter absolut mit“, sagt Albert erfreut. „So ist die Sicht unter Wasser sehr klar.“ In den wärmeren Jahreszeiten sei dies sehr selten der Fall. Dann wirbeln Kleinlebewesen tote Algen vom Boden auf und sorgen für trübe Sicht.

Daher findet die Tauchaktion immer im Winter statt. „Die Kollegen sind auch schon bei Schnee und im zugefrorenen Hafenbecken getaucht“, sagt Albert. „Da sie das ganze Jahr über in Ganzkörperanzügen tauchen, ist es ihnen egal, ob das Wasser null oder zehn Grad kalt ist.“

Die zum Teil arg verschlammten Fundsachen hole das Technische Betriebszentrum (TBZ) ab. Albert: „Wie es mit denen weitergeht, bleibt der Stadt überlassen.“ Deren Fundsachenberg wird in den nächsten Wochen weiter wachsen. „Es gibt noch drei weitere Termine, an denen die Kollegen aus Eutin den Grund des Hafenbeckens an anderen Stellen absuchen.“

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