Tarup: OB bremst WiF aus

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07. Oktober 2009, 04:59 Uhr

Flensburg | Im ersten Anlauf ist die WiF-Fraktion mit ihrem Antrag, das Baugebiet Tarup-Südost zu kippen, gescheitert. Der Hauptausschuss beschloss gestern, das Thema in eine gesonderte Doppelsitzung von Planungsausschuss und Hauptausschuss zu vertagen. Der Oberbürgermeister machte aber deutlich, dass er nicht viel von den neuen WiF-Plänen hält.

Die Siedlungsvorsorge - und damit die Planung für das neue Wohnviertel im Südosten - sei von ganz besonderer Wichtigkeit für Flensburg, sagte Klaus Tscheuschner in der Sitzung. Die Bevölkerungsprognose des Statistikamtes sehe gute Chancen für Flensburg, die man nutzen sollte. Er schlage eine breite öffentliche Diskussion des Gesamtthemas vor.

Die WiF hingegen interpretiert die Zahlen der Statistiker so, dass es zwar einen Bevölkerungszuwachs geben werde, aber nicht in dem Segment, das Interesse an Einfamilienhäusern am Stadtrand habe. Deshalb solle sich die Stadt die Millioneninvestition in die Infrastruktur sparen, so die WiF (wir berichteten).

Doch die Ausschussvorsitzende Erika Vollmer untermauerte zunächst, dass die WiF dennoch bei ihrem Antrag bleibe, obwohl CDU-Mann Gernot Nicolai deutlich machte, dass das Thema aus seiner Sicht zunächst in den Planungsausschuss gehörte. Ratsherr Hubert Ambrosius begann mit der Begründung des WiF-Antrages, wurde dabei jedoch von Tscheuschner unterbrochen. Am Ende einigte man sich auf eine Überweisung an die beiden genannten Ausschüsse.

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