„Tallinn“ feiert Richtfest

Voraussichtlich im August 2021, also in gut einem Jahr, soll das Gebäude der Universität übergeben werden.
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Voraussichtlich im August 2021, also in gut einem Jahr, soll das Gebäude der Universität übergeben werden.

Für 7,1 Millionen Euro entsteht auf dem Campus der Europa-Universität Flensburg derzeit ein neues Institutsgebäude

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01. Juli 2020, 17:39 Uhr

Flensburg | Sieben Monate ist es her, dass die Europa-Universität Flensburg feierlich den Grundstein für ihr neues Gebäude legte. Trotz der veränderten Situation wurde auf dem Gelände der Universität fleißig gearbeitet, sodass die beteiligten Baufirmen und Vertreter der Universität, der Stadt und des Landes ein gemeinsames Richtfest – unter Coronabedingungen – feiern konnten.

„Es hat lange gedauert, nämlich zehn Jahre, bis mal wieder ein richtiger Neubau hier auf dem Campus in Flensburg für die Europa-Universität errichtet wird“, sagte Frank Eisoldt, Geschäftsführer der Gebäudemanagement Schleswig-Holstein Anstalt öffentlichen Rechts (AöR). Ein „richtiger“ Neubau betont er, denn dieser ergänze die eher provisorischen Containerbauten, die in den vergangenen Jahren errichtet wurden. Als „Meilenstein in der Campusentwicklung“ bezeichnete daher auch Dr. Oliver Grundei, Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein, den Neubau. „Dieses Gebäude braucht die Universität.“

Unter der Leitung der Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR entsteht seit August 2019 der viergeschossige Neubau, benannt nach der estnischen Hauptstadt Tallinn, auf dem Zentralcampus der Universität. Auf den 1300 Quadratmetern sollen flexible Büro- und Besprechungsräume für die Wissenschaftler und Lehrenden der Universität eingerichtet werden. Die zwischen zwölf und 18 Quadratmeter großen Räume sollen bei Bedarf vergrößert werden können.

Zudem wird es im Erdgeschoss einen Veranstaltungsraum mit flexiblen Trennwänden geben. Um den interdisziplinären Austausch zwischen Wissenschaftlern zu fördern, erhält jedes Geschoss eine Teeküche mit Fensterfront und Sitzbänken. Im dritten Obergeschoss, das als Staffelgeschoss angelegt ist, entsteht zudem eine Lernwerkstatt. Auch über eine Photovoltaikanlage zum Eigenverbrauch und eine Fußbodenheizung wird der Neubau verfügen. Finanziert wird das Projekt mit 7,1 Millionen Euro vom Land Schleswig-Holstein aus dem Infrastrukturmodernisierungsprogramm IMPULS.

Universitäts-Präsident Prof. Dr. Werner Reinhart richtete ebenfalls sein Wort an die Gäste. Ihm zufolge brauche Wissenschaft physische Nähe, gerade für den Austausch: „Das wird ein Ort der interdisziplinären Forschung, und die lebt von Begegnungen, nicht nur im virtuellen Raum.“ Er bezog sich in seiner Rede auf die steigenden Zahlen an Professoren und Lehrenden der Universität, die mittlerweile 6000 Studierende fasst: „Wir verstetigen mit diesem Neubau unser Wachstum. Dieser Neubau ist kein Luxus, er ist das, was wir seit langem begehrt haben.“

Voraussichtlich im August 2021 soll das Gebäude übergeben werden. Doch Reinhart schaut noch weiter in die Zukunft: „Aus unserer Sicht ist dieser Neubau der erste Zwilling, eigentlich wünschen wir uns einen zweiten Neubau.“ Gerade vom Flächenbedarf sei dieser dringend nötig.

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