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Umfrage in Flensburg : Tag der Einheit – immer noch aktuell?

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Wie wird der Tag an Europa-Universität und Hochschule Flensburg gesehen?

shz.de von
erstellt am 03.Okt.2017 | 15:32 Uhr

Ein freier Tag! Aber wird der Tag der Deutschen Einheit von jungen Menschen eigentlich noch in seiner historischen Bedeutung wahrgenommen? Wir haben uns auf dem Campus von Europa-Universität und Hochschule umgehört. Immerhin markiert der 3. Oktober 1990 einen Meilenstein in der Geschichte Deutschlands. Er erinnert an die Wiedervereinigung und den Beitritt der Deutschen Demokratischen Republik zur Bundesrepublik Deutschland.

„Das nötige Wissen habe ich aus dem Geschichtsunterricht in der Schule, weiter auseinandersetzen möchte ich mich damit aber nicht“, sagt Biologiestudentin Christina. Diese Meinung vertreten viele der Studenten und Studentinnen. Da sie selber die Vereinigung gar nicht oder nur unbewusst miterlebt haben, fehlt der persönliche Bezug zu diesem Thema und somit auch das allgemeine Interesse an einer tieferen Beschäftigung damit.

Werner Schwitzkowski ist Professor für internationales Management und allgemeine Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule Flensburg und hat ein besonderes Verhältnis zur Wende. Ab dem 3. Oktober 1990 wurden auch für Westdeutsche die östlichen Fernsehkanäle freigeschaltet, berichtet er. Er habe dann immer zwischen den zwei Kanälen gewechselt und sich über die neuen Freiheiten gefreut. Besonders auffallend war für ihn der Freiheitsdrang vor der Vereinigung sowie die vielen Menschen, die nach Maueröffnung und Wiedervereinigung in die westdeutschen Metropolen strömten. Rückblickend denkt Schwitzkowski an das offizielle Ende eines Unrechtsregimes, das jedoch heute und auch zukünftig noch verinnerlicht werden müsse.

Insgesamt sind für viele der Befragten auch noch nach knapp 30 Jahren Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschland zu erkennen. Für Sophie, die an der EUF studiert, ist es ein Anliegen, die heute noch beständigen Vorurteile zu überwinden und für ein einheitliches Deutschland nicht nur auf dem Papier zu sorgen.

 

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