Mürwik : Swinemünder Straße: Platz für neues Seniorenzentrum

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04. März 2011, 07:47 Uhr

Flensburg | An der Swinemünder Straße prägen seit einigen Tagen die Abrissbagger das Bild. Nachdem die Ratsversammlung am 17. Februar den DRK-Plänen für ein Seniorenzentrum Grünes Licht gegeben hat, konnte der Landesverband das ehrgeizige Bauprojekt auf der früheren Bundeswehr-Liegenschaft jetzt beginnen. Hier sollen in den kommenden zwei Jahren alles in allem 80 Wohneinheiten entstehen, die meisten davon für betreutes Wohnen.

Nur noch ein Backsteinbau des Ensembles aus der Frühzeit der Bundeswehr ist stehen geblieben; er soll später zum Servicehaus des DRK-Komplexes ausgebaut werden. Das lang gestreckte Gebäude mit den Torbögen im hinteren Bereich des Grundstücks, das ein deutliches Gefälle hinunter zur Förde aufweist, ist bereits abgerissen. Das hoch aufragende Gebäude im Hintergrund gehört nicht zu dem Komplex, sondern zur benachbarten Jens-Jessen-Skole.

Die geplante Neubebauung wird sich deutlich von der bisherigen unterscheiden. Statt weniger großer sollen mehrere kleine Häuser auf dem Gelände errichtet werden. So werden sich die 56 Wohnungen für betreutes Wohnen auf vier dreigeschossige Gebäude im Westen des Grundstücks verteilen. Im östlichen Teil liegen zwei zweigeschossige längliche Häuser im rechten Winkel zu einander; hier sollen 16 Wohnungen für behindertengerechtes Wohnen untergebracht werden. Im Servicehaus, das vom Abrissbagger verschont wurde, will das DRK zudem zwei Gäste-Appartements und acht weitere Wohneinheiten unterbringen.

Es dürfte mittlerweile fast 20 Jahre her sein, dass hier uniformierte Soldaten und Zivilbedienstete der Bundeswehr ein und aus gingen. Schon früh hatte der DRK-Landesverband ein Auge auf die Fläche und ihre Gebäude geworfen und Pläne für eine Senioreneinrichtung mit rund 100 Plätzen entworfen. Doch daraus wurde nichts - heute kann man sagen, zum Glück. Denn der Trend geht heute zu anderen Formen des Wohnens im Alter. Die künftigen Bewohner der Adresse Swinemünder Straße 13 parken ihre Autos in der Tiefgarage, gehen abends auf ein Glas Wein nach Sonwik hinunter und genießen das Wohnen in parkartiger Umgebung. Die frei finanzierten Wohnungen sind auf eine Größe von 60 bis 90 Quadratmeter ausgelegt, die öffentlich geförderten sind kleiner (50 bis 60 Quadratmeter).

Die kleine waldartige Fläche im Süden des Grundstücks soll erhalten bleiben. Einen Beitrag zum Klimapakt gibt es auch: Auf das Dach eines der Wohngebäude kommt eine 340 Quadratmeter große Photovoltaikfläche.

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